Aktuell im News-Blog 
- Senioren wissen E-Mails sehr zu schätzen
- Immer mehr Senioren brechen sich die Hüftknochen
- Spazierstocks-Verteidigungskurs im Münchenstift
- Gewinner des Design-Wettbewerbs “Von Kopf bis Fuß…” stehen fest
- Rollatoren immer beliebter
- Übermäßiger Alkoholkonsum als Auslöser für Demenzerkrankungen
- Neues Infoblatt zur Dekubitusprophylaxe
- Jeder Zweite wird gegen Lebensende pflegebedürftig
- Sensoren machen Wohnungen von Senioren sicher
- Regierung stellt kräftiges Plus bei Renten in Aussicht
Aktuelle Kommentare 
- beate45 zu Welt-Alzheimertag: "Aktiv für Demenzkranke"
- Rainer zu BAGSO-Wettbewerb "Senioren fördern den Impfgedanken"
- Lichtwecker zu Mehr Licht für Senioren = weniger Depressionen
- Hanna Bobrich zu Rockende Senioren auf großer Tour
- Detlef Klemme zu Rockende Senioren auf großer Tour
- Dominik Birgelen zu Widerstand hat gewirkt: Bahn erlässt Servicegebühr bei Senioren
1. Juni 2008Seniorenland: Nomen est omen
Wir werden immer mal wieder mit der Frage konfrontiert, ob man ältere Menschen “Senioren” nennen soll. Nicht zuletzt ist das Wort ja auch ein wesentlicher Bestandteil unseres Markennamens. Lange Zeit haben Marketingfachleute nach anderen Bezeichnungen gesucht und es ist uns immer wieder erzählt worden, dass ältere Menschen sich nicht mit dem Wort “Senioren” identifizieren können und somit ein möglicher Kauf ausbleibe. Es wird zum Beispiel angeführt, dass ja z.B. keiner ein “Seniorenauto” oder “Seniorensportartikel” kaufen mag und sich damit “outen” möchte. Diese Argumentation mag auf Lifestyle-Produkte und auch Sportartikel zutreffen, wo die ältere Kundschaft sich z.B. stark mit Werbeidolen oder professionellen Sportlern identifiziert und großen Wert darauf legt, dass die eigene Ausrüstung derjenigen der Profis möglichst ähnlich ist. Aber in unserem Fall geht es ja um etwas ganz anderes. Wir möchten älteren Menschen ein umfassendes Sortiment an Seniorenbedarf anbieten, also Produkte und Hilfsmittel, die die Gesundheit erhalten, die alltäglichen Erledigungen vereinfachen oder die eigene Sicherheit erhöhen. Nach was für Begriffen suchen denn die Menschen, wenn Sie nach unseren Produkten Ausschau halten? Natürlich suchen Sie einmal nach den Einzelbegriffen, wie z.B. Alltagshilfen, Seniorentelefon usw. Aber viele suchen eben auch nach Seniorenbedarf oder nach einem Seniorenshop. Zumal ja nicht nur ältere Menschen selbst bei uns einkaufen, sondern vielfach auch Kinder für ihre Eltern.
Im Jahr 2003 hat das Seniorenportal Feierabend.de seine Mitglieder im Durchschnittsalter von 60 Jahren gefragt, wie sie bezeichnet werden möchten. Die Reaktionen waren so unterschiedlich wie die Menschen dieser Altersgruppe. Einige orientierten sich an amerikanischen Vorbildern und schlugen etwa “Classicals”, “Knowies”, “Oldies” und “Goldies” vor. Eine zweite Gruppe war komplett gegen Anglizismen wie “Silver Surfer” oder “Best Ager”. Deren Vorschläge reichten dann von “Unruheständler” über “Herbstzeitlose” bis zu “Agile Alte”. Eine dritte Gruppe fand, dass das Alter zum Menschen gehört wie das Jungsein und fand “Senioren” gut. Interessanterweise waren alle Gruppen ungefähr gleich stark vertreten.

Was soll man da als Marketingfachmann nun machen? Egal für was man sich entscheidet: 2/3 der Zielgruppe hat man gegen sich
Wir haben uns deshalb dazu entschieden, das Kind beim Namen zu nennen. Wir bieten und stehen zu Seniorenbedarf. Zudem verbinde ich das Wort “Senioren” mit “Erfahrung”. Im Englischen gibt es eine solche Diskussion überhaupt nicht. Dort hat “Senior” eine absolut positive Bedeutung und ich bin überzeugt, dass das auch bei uns in Zukunft der Fall sein wird.
Schon lange habe ich mich gefragt, weshalb so viele Unternehmen - die sich auf die Zielgruppe spezialisiert haben - wohl das Wort “Senioren” (oder den Stamm davon) in ihre Firmenbezeichnung integriert haben, obwohl das einigen Marketingratschlägen widerspricht? Vermutlich hatten diese Leute alle die gleichen Gedanken wie wir!
Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2008 des Unternehmens “Seniorresearch” (man beachte auch hier die Namensgebung) konstatiert nun erneut, dass Werbetreibende mit der Beszeichnung der Zielgruppe 50plus sehr vorsichtig umgehen sollten. Verbraucher im Alter zwischen 50 und 65 Jahren werden vom Marketing und in der Werbung oft als Best Ager bezeichnet. Aber: Wie Seniorresearch in der aktuellen Studie ermittelt hat, wollen diese gar nicht so genannt werden! Sie haben eine generelle Abneigung gegen solche englischen Bezeichnungen. Die Studie zeigt, welche Bezeichnungen von der Zielgruppe akzeptiert und welche abgelehnt werden. Und plötzlich spielen “Senioren” wieder ganz oben mit…
Auch Matthias Blaß vom Senioren-Blog hat über das Thema einen Blogbeitrag verfasst und sucht nach weiteren werbetauglichen Begriffen für die Generation 50 plus. Ich bin gespannt wohin die weitere Entwicklung in der Branche geht und hoffe das einige gute Ideen zusammenkommen!
Quelle: www.seniorenmarkt.de
Dominik Birgelen
Geschäftsführer
Tags: Alltagshilfen, Senioren, Seniorenbedarf, Seniorenshop, Seniorentelefon

