30. November 2008Immer mehr Senioren brechen sich die Hüftknochen

Rollator (Quelle: Pixelio)

DAK verzeichnete im ersten Quartal einen Anstieg um 15 Prozent

Die Zahl der Schenkelhalsbrüche bei Senioren ist in Nordrhein-Westfalen kräftig gestiegen: Im ersten Quartal diesen Jahres lag die Zahl der Fälle um 15% höher als im gleichen Quartal 2005, wie die DAK mitteilte. “Ein Sturz hat für viele Senioren tragische Folgen, weil die Knochen vor allem durch die Osteoporose oftmals leichter brechen”, sagt DAK-Landeschef Hans-Werner Veen. “Oft hat eine Schenkelhalsfraktur erhebliche Konsequenzen für das weitere Leben.” Die Zahl der Fälle bei der DAK NRW stieg in den ersten drei Monaten des Jahres 2008 auf 770, nach 672 im gleichen Zeitraum 2005.

Die Schenkelhalsfraktur gehört zu den kostenintensivsten Diagnosen im Krankenhausbereich. “Angesichts der immer älter werdenden Bevölkerung ist die Sturz-Vorsorge für ältere Menschen ein zentrales Thema”, betont DAK-Landeschef Hans-Werner Veen. In einer Studie der Krankenkasse in Bayern mit mehr als 500 Senioren konnte gezeigt werden, dass gezielte Vorsorgemaßnahmen die Gefahr eines Bruches erheblich eindämmen. “In Bayern ist die Zahl der Schenkelhalsfrakturen unserer Versicherten im vergangenen Jahr sogar deutlich zurückgegangen”, betont Veen. Stabilitätsübungen, das Tragen von speziellen Hüftschutzhosen und Informationen über Sturz-Gefahren im Alltag haben zum Erfolg beigetragen.

Dominik Birgelen
Dominik Birgelen
Geschäftsführer

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