Aktuell im News-Blog 
- Seniorenland-Model-Voting beendet
- Besser sehen - mehr erleben
- Heimaufsicht des Kreises Paderborn verfügt Schließung eines Pflegeheimes
- Den Schwachen helfen
- Ein “Austrag” für Senioren
- Geld muss in die Kasse
- 50 Prozent im Internet
- Seniorenboom in Sportvereinen
- Türkische Senioren in Deutschland
- Schlagkräftige Senioren
Aktuelle Kommentare 
- Holger Holzschuher zu Preisknüller Seniorentelefon Audioline Bigtel 48
- Günther Bobien zu Türkische Senioren in Deutschland
- Günther Bobien zu Rente mit 67
- panamakanal kreuzfahrt zu Mut im Alter
- Voigt zu Pulsdruck entscheidet über Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- spranger zu Zukunft: Seniorendorf?
3. August 2008Was bringt die Pflegereform 2008?

Das Bundesministerium für Gesundheit informiert auf seiner Homepage über die aktuellen Veränderungen der Pflegeversicherung für pflegebedürftige Menschen, ihre Familien und für die Pflegekräfte. Dort erfahren Sie alles, was Sie über die Pflegereform wissen müssen. Zudem gibt es eine Reihe von Downloads, wie z.B. einen Pflegeratgeber, Zahlen und Fakten zur Pflegeversicherung sowie Leistungen der Pflegeversicherung im Überblick.
Die wichtigsten Verbesserungen
- die meisten Leistungen werden bis 2012 schrittweise erhöht
- der Betreuungsbetrag für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (wie etwa demenziell oder psychisch erkrankte Menschen) steigt von bisher bis zu 460 Euro jährlich auf bis zu 1.200 Euro (Grundbetrag) bzw. bis zu 2.400 Euro (erhöhter Betrag),
- in Heimen können für Menschen, die besondere Betreuung brauchen, Betreuungsassistenten eingestellt werden,
- ein Rechtsanspruch auf individuelle und umfassende Pflegeberatung (Fallmanagement) wird eingeführt,
- Pflege- und Krankenkassen richten Pflegestützpunkte ein, wenn die einzelnen Bundesländer sich für den Aufbau von Pflegestützpunkten entscheiden,
- pflegende Angehörige bekommen Anspruch auf eine Pflegezeit von bis zu sechs Monaten, in der sie kein Gehalt erhalten, aber sozialversichert bleiben. Wird ein Angehöriger unerwartet pflegebedürftig, gibt es die Möglichkeit der kurzfristigen Freistellung für bis zu zehn Tage,
- niedrigschwellige Angebote (zum Beispiel Betreuungsgruppen, Tagesbetreuung, Helferinnenkreise zur stundenweise Entlastung von pflegenden Angehörigen) sowie ehrenamtliche Strukturen und die Selbsthilfe im Pflegebereich werden zusätzlich gefördert,
- ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen werden jährlich und grundsätzlich unangemeldet kontrolliert, die Qualitätsberichte werden in verständlicher Form veröffentlicht.
Insgesamt gibt es heute rund 2,2 Mio. Pflegebedürftige Menschen in Deutschland, davon werden 1,45 Mio. ambulant, d.h. zu Hause betreut, und rund 700.000 in Heimen. Ingesamt gibt es in Deutschland über 10.000 Altenheime und über 10.000 Ambulante Pflegedienste. Die Lebenserwartung eines neugeborenen Jungen liegt heute bei rund 75,9 Jahren, bei einem neugeborenen Mädchen sind es 81,5 Jahre. Ein 60-jähriger Mann hat im Durchschnitt noch 20 Jahre vor sich, eine 60-Jährige Frau noch rund 24,1 Jahre. Das Risiko von Pflegebedürftigkeit beträgt 0,7% vor dem 60. Lebensjahr, 4,2% zwischen dem 60. und 80. Lebensjahr und nach dem 80. Lebensjahr rund 28,4%.
Dominik Birgelen
Geschäftsführer
Tags: Bundesgesundheitsministerium, Pflegereform 2008, Pflegeversicherung, Ratgeber Pflege, Verbesserungen
