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18. Juli 2008Warum Senioren nicht durstig sind

Es ist bekannt, dass alte Menschen häufig zu wenig trinken - vor allem zu wenig Wasser. Aber woran liegt das den eigentlich? Möglicherweise sind es alternde Sinneszellen, die das Durstgefühl regulieren. Australische Wissenschaftler des Howard Florey Instituts in Melbourne fanden heraus, dass bei Senioren eine bestimmte Hirnregion, der anteriore cinguläre Cortex, der hinter der Stirn in einem Abschnitt des Frontallappens sitzt, weniger aktiv ist als bei jungen Menschen. Dadurch verspüren Senioren keinen Durst, auch wenn der Körper dringend Flüssigkeit benötigt.
Wenn im Körper Flüssigkeitsmangel herrscht, nimmt die Konzentration bestimmter Salze zu und löst Durst aus. Wird dieses Gefühl mit Wasser gestillt, melden spezielle Sensoren im Mund und Magen dem Gehirn, dass der Ausgleich erfolgt ist. Das Gehirn reagiert sofort, indem das Trinkbedürfnis aufgehoben wird.
Aufgrund der Forschungsresultate vermuten die Wissenschaftler, dass bei älteren Menschen diese Sensoren ungenau arbeiten und die getrunkene Flüssigkeitsmenge überschätzt wird. Obwohl die Senioren in dem Test nicht durstig waren, konnte durch eine Blutanalyse belegt werden, dass sie dennoch einen deutlichen Flüssigkeitsmangel aufwiesen. Bilder der Computertomographen belegten, dass sich der anteriore cinguläre Cortex bereits nach einer kleinen Trinkmenge bei den Senioren passiv verhielt. Die Wissenschaftler vermuten jetzt, dass dies der Grund dafür ist, warum ältere Menschen austrocknen. Vor allem an heißen Sommertagen kann dies im schlimmsten Fall tödlich enden.
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Quelle:
http://www.ratgeberbox.de
Dominik Birgelen
Geschäftsführer
Tags: Durstgefühl, Ernährung, Flüssigkeitszufuhr, Senioren, Trinken
