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30. Oktober 2011Vorsorgen gegen Altersarmut

Die Lebenserwartung der Deutschen steigt immer mehr, gleichzeitig gibt es immer weniger junge Menschen: 2009 waren dem Statistischen Bundesamt zufolge bereits 17 Millionen und damit jeder fünfte Deutsche über 65 Jahre alt, bis 2035 sollen es 24 Millionen sein. Gleichzeitig nimmt die Einwohnerzahl kontinuierlich ab. Aufgrund dieser demographischen Entwicklung wird das Rentenniveau in den nächsten Jahrzehnten sinken.
Die gesetzliche Rente wird künftig nicht mehr als eine Existenzsicherung knapp über dem Armutsniveau sein. So warnt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) insbesondere vor einer Verarmung von Geringverdienern: Diese seien im Alter besonders gefährdet. Selbst wer 45 Jahre gearbeitet hat, erhalte nur eine Mini-Rente. Als armutsgefährdet gilt dabei, wer monatlich nicht mehr als 856 Euro zur Verfügung hat.
Um nicht von Altersarmut betroffen zu sein, wird die private Zusatzvorsorge neben der gesetzlichen Rente immer wichtiger. Besonders wenn die Erwerbstätigkeit durch Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen unterbrochen wird, entsteht schnell eine Versorgungslücke. Die Riester Rente im Alter ist ein wichtiger Baustein, um diese zu schließen. Entsprechend zertifizierte Verträge werden durch Zulagen und Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten staatlich gefördert. Sparer unter 25 Jahren erhalten zudem eine einmalige Prämie in Höhe von 200 Euro.
Die Vergünstigungen der Riester Rente steht Beamten zu sowie allen, die gesetzlich rentenversichert sind. Sie können eine jährliche Grundzulage in Höhe von 154 Euro beanspruchen, sowie eine Zulage von 185 Euro je Kind. Für ab 2008 geborene Kinder beträgt die Zulage sogar 300 Euro. Ist eine Steuererstattung für Sie günstiger als die Zulagen, werden Ihnen Steuern erlassen. Voraussetzung für den vollen Bezug der Leistungen ist die jährliche Einzahlung von mindestens 4 Prozent des Vorjahres-Bruttoeinkommens zuzüglich 60 Euro pro Jahr. Der Höchstbeitrag liegt bei 2100 Euro pro Jahr.
Die Riester Rente wird in der Regel ab dem 65. oder 67. Lebensjahr ausgezahlt, mit Abzügen auch ab dem 60. Geburtstag. Die Auszahlung erfolgt lebenslang und in gleichbleibender oder steigender Höhe. Eine Vorsorge lohnt sich also.

Am 12. Februar 2012 um 23:53 Uhr
In der Jugend denkt aber noch niemand daran…