13. Juli 2008Unfälle zu Hause: die 10 häufigsten Stolperfallen und Tipps zur Behebung

Sturzunfälle sind vermeidbar

Für Senioren ist die Gefahr, in ihren eigenen vier Wänden einen Sturz zu erleiden, besonders hoch. Knapp 90 Prozent aller tödlichen Stürze im Haushalt passieren Menschen, die älter sind als 65 Jahre (jährlich 3.600 in Deutschland). Insgesamt stürzen jährlich mehr als vier Millionen Senioren mindestens einmal in der vermeintlich sicheren Wohnung. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie reichen von nachlassenden körperlichen Kräften über hohe Schwellen bis hin zu fehlenden Anti-Rutsch-Matten in Dusche oder Badewanne.

Die Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH) in Hamburg nennt diese zehn häufigsten Stolperfallen und gibt Tipps, wie man sie beheben kann:

1. zu viele Möbel auf kleinem Raum

  • vor jedem Möbel sollten etwa 1,20 Meter Platz sein. Ist der Raum zu voll, wird sicheres Durchkommen schwierig.
    Tipp: auf das eine oder andere Stück verzichten, auch wenn es schwer fällt.

2. Rutschpartie im Badezimmer

3. Nachts schnell raus – und das im Dunkeln

  • Stecken Sie Nachtlichter in die Steckdosen auf viel gegangenen Wegen (Flur, Diele).
    Besser: fest montierte Leuchten auf den We
    gen, die so angebracht sind, dass das Licht Sie nicht blendet.

4. Schlappen und Puschel-Hausschuhe

  • Hausschuhe sollten flach sein, eine Profilsohle haben und dem Fuß einen festen Halt bieten, vor allem an der Ferse. Abgetragene Schuhe rechtzeitig ersetzen.

5. Treppen

  • Blumenvasen und –podeste sind nichts für Treppenabsätze.
  • Nie voll beladen und in Eile Treppen hinauf- oder hinuntergehen
  • Treppen gut ausleuchten (Lichtschalter oben und unten)
  • Treppenstufen mit rutschfesten Belegen sichern, z.B. Gummistreifen auf Steinstufen.

6. Lose Teppiche und Läufer

  • Möglichst entfernen, da immer eine Stolperfalle. Wer das nicht möchte, sollte lose Teppiche und Läufer mit beidseitig klebenden Anti-Rutsch-Belägen sichern.
    Achtung: Verschiedene Beläge für unterschiedliche Böden (Stein, Parkett, Teppichboden, PVC). Im Fachhandel beraten lassen.
  • Hochstehende Ecken ebenfalls mit beidseitig klebenden Belägen sichern.

7. Türschwellen

  • Möglichst entfernen. Wenn das nicht geht, mit einer Farbe streichen, die sich vom umgebenden Fußboden deutlich abhebt.

8. Stuhl als Aufstieghilfe

  • Tritte und Leitern so aufbewahren, dass sie schnell hervorgeholt werden können (nicht: Garage, Keller, Dachboden).
  • Beschädigte Leitern umgehend durch eine neue ersetzen, dabei auf das GS-Zeichen (steht für „geprüfte Sicherheit“) achten.

9. Gardinen aufhängen, Glühlampe wechseln

  • Wenn Ihnen diese Aufgaben schwer fallen, bitten Sie Verwandte oder Nachbarn um Hilfe. Oft ist die Hilfsbereitschaft größer als erwartet.

10. Je länger, je lieber? Verlängerungsschnüre und Telefonkabel

  • Verlängerungsschnüre mit Paketklebeband über die ganze Länge am Fußboden festkleben.
    Besser: zusätzliche Steckdosen installieren lassen.
  • Telefonkabel sollten nicht zu lang sein.
    Idee: ein schnurloses Seniorentelefon anschaffen.

Sollte doch einmal ein Sturz eintreten, hilft auch eine Hüftschutzhose. Eine dauerhafte gesundheitliche Einschränkung durch einen Unfall verursacht gerade bei Senioren hohe Kosten, wie z.B. für eine Hilfe im Haushalt, zusätzliche Therapien, welche die Kasse nicht bezahlt, oder für Umbauen an Haus und Auto. Mit der Unfallversicherung der HanseMerkur, über die Sie sich neu bei uns informieren können, haben Sie bestens vorgesorgt und erhalten nach einem Unfall die vereinbarten Leistungen. Auch bei Unfällen infolge von Herzinfarkt, Schlaganfall und Vergiftungen genießen Sie lebenslangen Versicherungsschutz.

Kostenlose Broschüre

Weitere Tipps zur Sicherheit im Haushalt enthält die kostenlose Broschüre „Sicher leben auch im Alter. Sturzunfälle sind vermeidbar“.

Quelle: http://www.das-sichere-haus.de/

Dominik Birgelen
Dominik Birgelen
Geschäftsführer

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