13. August 2008Pulsdruck entscheidet über Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

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Wer den Blutdruck misst, sollte daraus auch den Pulsdruck berechnen. Der Grund: Schon ab dem 50. Lebensjahr gewinnt dieser Wert stark an Bedeutung, da er ein wichtiger Indikator für die Dehnbarkeit der arteriellen Gefäße ist. Eine einfache Rechnung hilft daher, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen noch exakter einzuschätzen.

Der Pulsdruck erlaubt bei Senioren eine zuverlässigere Abschätzung des Risikos für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall als die alleinige Betrachtung von systolischem und diastolischem Blutdruck. Rein rechnerisch erhält man den Pulsdruck, wenn man vom oberen Blutdruckwert den unteren abzieht. Der Pulsdruck sollte 50 bis 60 mmHg nicht überschreiten, denn ein höherer Wert spiegelt ein steifes Gefäßsystem mit geringer Dehnbarkeit wider. Häufig ist dies ein Hinweis auf eine fortgeschrittene Verkalkung der Gefäße und zeigt damit ein besonderes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen an. Studien belegen, dass eine Zunahme des Pulsdrucks um 10 mmHg die Wahrscheinlichkeit einer Herzproblematik um bis zu 24 Prozent steigert. Ebenfalls zeigt sich, dass der Pulsdruck ab dem 60. Lebensjahr das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall am besten vorhersagt.

In Deutschland stirbt nahezu jeder Zweite an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, deren häufigste Ursache Bluthochdruck ist. Wer seine Werte im Blick haben möchte, sollte daher regelmäßig Blutdruck messen und zusätzlich den Pulsdruck errechnen. Beachten Senioren ein paar einfache Regeln zur Messtechnik, können sie ihren Blutdruck nicht nur beim Arzt oder in der Apotheke, sondern auch problemlos zu Hause kontrollieren.

Der Handel bietet mittlerweile ein beträchtliches Angebot an vollautomatischen Handgelenk-Blutdruckmessgeräten und Oberarmblutdruckmessgeräten. Beim Kauf eines Blutdruckmessgerätes wird gerade älteren Menschen ein Oberarmblutdruckmessgerät empfohlen. Neben der Messgenauigkeit sollten sie vor allem auf Bedienungsfreundlichkeit achten. „Senioren brauchen keinen unnötigen technischen Schnickschnack, sondern ein Messgerät mit bequemer Handhabung und guter Gebrauchsanweisung“, sagt Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga. „In der Praxis hapert es jedoch häufig schon an der Verständlichkeit der Bedienungsanleitung“.

Wer sich informieren möchte, findet in der Broschüre „Bluthochdruck natürlich senken“ der Deutschen Seniorenliga grundlegende Informationen zu Ursachen und Entstehung von Bluthochdruck. Sie erklärt auch, wie man selbst durch ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung vorsorgen oder bestehenden Beschwerden entgegenwirken kann. Zusätzlich gibt die Broschüre Tipps für die richtige Messtechnik und den Kauf eines Messgerätes. Der kostenlose Ratgeber kann schriftlich bei der DSL e.V., Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn oder im Internet unter www.dsl-bluthochdruck.de bestellt werden.

Als Buch zum Thema Bluthochdruck kann ich Ihnen folgendes empfehlen: http://www.seniorenland.com/freizeitgestaltung-senioren/buecher-lesen/gesundheitsbuecher/bluthochdruck.html

Dominik Birgelen
Dominik Birgelen
Geschäftsführer

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Eine Reaktion zu “Pulsdruck entscheidet über Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen”

  1. Voigt

    Ich bin 62 Jahre und achte sehr auf einen möglichst niedrigen Blutdruckwert/e.
    Morgendliche Messungen ergeben gute Werte (etwa 117:74) (-beide Arme).
    An anderen Tageszeiten ist er höher (ca 130:80). Dies ist unerfreulich, da der
    Pulsdruck nicht dem Idealwert entspricht und die Gefahr eines Infarktes wohl
    nicht ganz auszuschließen ist. Es signalisiert mir auch, daß die Gefäße (mir geht
    es bes. un die Arterien) schlechte Elastizität haben.
    Kann ich durch irgendwelch Maßnahmen, die Dehnbarkeit der Adern wieder erlangen?
    Bitte um eine Antwort Danke im Voraus! Gruß Voigt

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