Aktuell im News-Blog 
- Nicht jede Sportart ist ideal
- Gratis Viagra für Senioren in Mexiko-Stadt
- Diabetes mellitus verantwortlich für 2,6% aller Sterbefälle
- Politisches zum demografischen Wandel
- Wandern stärkt die Lebenszufriedenheit
- Mehr Sterbefälle im ersten Halbjahr 2008
- Neue Taxi-Services für Senioren
- Roboter-Beine für Senioren
- Verbände fordern Niederflurbusse für Senioren nach Unglück
- Hält Tanzen gesund und fit?
Aktuelle Kommentare 
- beate45 zu Welt-Alzheimertag: "Aktiv für Demenzkranke"
- Rainer zu BAGSO-Wettbewerb "Senioren fördern den Impfgedanken"
- Lichtwecker zu Mehr Licht für Senioren = weniger Depressionen
- Hanna Bobrich zu Rockende Senioren auf großer Tour
- Detlef Klemme zu Rockende Senioren auf großer Tour
- Dominik Birgelen zu Widerstand hat gewirkt: Bahn erlässt Servicegebühr bei Senioren
25. Juli 2008Mittagsschlaf kann für Senioren gefährlich werden

Viele Senioren haben die Angewohnheit sich mittags hinzulegen und mehrere Stunden zu schlafen. Meistens fühlt man sich danach schlapp und gar nicht ausgeruht. Forscher aus Madrid fanden sogar heraus, dass zu viel Mittagsschlaf das Herzinfarktrisiko nach dem Mittagsschlaf ansteigen lässt. Unser Tipp: Lieber Mittags nur kurz ruhen und dafür den Nachmittag in vollen Zügen genießen.
Wenn man am Nachmittag mehrere Stunden schläft, kann es passieren, dass man abends nicht mehr einschlafen kann - und das ist viel ungesünder, als Mittags darauf zu verzichten oder nur ein kurzes Nickerchen zu machen. Senioren über dem Rentenalter brauchen insgesamt meist nur noch 5 - 6 Stunden Schlaf.
Etwa 8 Millionen Menschen leiden unter dem so genannten nicht erholsamen Schlaf, davon geht die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) aus. „30 bis 50 Prozent der über 60-Jährigen finden nachts nur unzureichend Ruhe“, sagt Dr. Dieter Kunz, Chefarzt der Abteilung für Schlafmedizin im Berliner St. Hedwig-Krankenhaus. „Obwohl die Schlafmedizin noch eine sehr junge Disziplin ist, haben Forscher inzwischen über 100 unterschiedliche Schlafstörungen beschrieben, so dass die Gründe im Einzelfall nicht leicht zu finden sind.“
“Ältere Menschen schlafen zum einen weniger und zu veränderten Zeiten, als junge, zum anderen wird ihr Schlaf auch flacher” meint auch Professor Dr. Jürgen Zulley, Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums an der Universität Regensburg.
Bewiesen ist, dass sich der Tiefschlaf bei Senioren verkürzt und die Nachtruhe insgesamt oberflächlicher und anfälliger wird für Störungen, so dass oft schon Umgebungsgeräusche wie ein Hundebellen zum Aufwachen führen.
Zahlreiche spezifische Krankheiten treten bei Senioren verstärkt auf und bringen diese um ihre Erholung, wie z.B. das Syndrom der ruhelosen Beine (Restless-Legs- Syndrom) mit störendem Kribbeln oder auch Schmerzen in den Gliedmaßen. Auch die Schlafapnoe sorgt mit wiederholten Atemaussetzern für ungewollte Wachzeiten. Aufgrund der unzureichenden Versorgung mit Sauerstoff fühlt sich der Betroffene dann meist den ganzen Tag über schlapp und müde. Viele ältere Menschen finden keinen Schlaf, weil Schmerzen zum Beispiel durch Herzerkrankungen oder Arthritis oder durch Asthma bedingte Hustenanfälle sie immer wieder wecken oder am Einschlafen hindern. Eine enge Wechselbeziehung besteht auch zwischen Schlaf und Depression. Der Tod eines geliebten Menschen hat eine große Auswirkung auf die Schlafqualität. Bei Demenzkranken ist der gesamte Tag- und Nachtrhythmus gestört. Sie schlafen flach und werden oft mehrmals in der Nacht wach. Viele irren dann orientierungslos umher oder sind bereits frühmorgens wieder aktiv.
Rund 30 Prozent aller über 60-Jährigen greifen regelmäßig zu verschreibungspflichtigen Medikamenten, um zu einem besseren Schlag zu kommen. Der missbräuchliche Konsum von Medikamenten nimmt im Alter zu, dies hat eine Studie der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) Ende 2006 festgestellt. Als Suchtopfer identifiziert die Studie vor allem ältere Frauen. „Fest steht, dass nur der Arzt entscheiden kann, welches Präparat im Einzelfall sinnvoll ist. Einschlafstörungen sind anders zu behandeln als Durchschlafstörungen. Die begrenzte Einnahme der Medikamente muss dabei jeweils das Ziel sein“, so Dr. Kunz.
Was kann man Senioren für einen gesunden Schlaf nun empfehlen? Wer tagsüber lange aktiv ist, ist abends in der Regel auch entsprechend müde. Ein Mittagsschläfchen sollte nicht viel länger als 30 Minuten dauern. Sonst besteht die Gefahr, dass man nachts wieder munter wird. Senioren mit zahlreichen sozialen Kontakten und einem ausgefüllten Tagesablauf schlafen auch besser als ältere Menschen mit vielen passiven und trägen Tagen.
In unserem Onlineshop finden Sie viele Produkte zum Thema “Schlafen” und weitere Informationen.
Quellen und weiterführende Links zum Thema “Schlaf im Alter” finden Sie auch hier:
http://www.initiative-gesunder-schlaf.de/topthemen/senioren/senioren.htm
http://www.gesundheit.de/fitness-wellness/entspannung/schlaf-entspannungsuebungen/index.html
http://psychische-erkrankungen-depressionen.suite101.de/article.cfm/schlaf_im_alter
http://www.pflegeheime-und-altenheime.de/mittagsschlaf-kann-fuer-senioren-gefaehrlich-werden-3176
http://www.senioren-blogger.de/gesundheit/lila-blueten-zur-entspannung.html
http://www.senioren-blogger.de/gesundheit/schlafentzug-sorgt-fuer-stromausfall-im-gehirn.html
Dominik Birgelen
Geschäftsführer
