31. Mai 2009Gehirnjogging - Fitness für die grauen Zellen

York Scheller

Albert Einstein soll es gewesen sein, der sagte: „Die meisten Menschen nutzen nur fünf bis sechs Prozent ihrer Gehirnkapazität. Ich nutze sieben Prozent!” Auch wenn man heute davon ausgeht, dass wir deutlich mehr der Gehirnkapazität für komplexe Aufgaben nutzen, steht fest: Ab 45 kann die geistige Leistungsfähigkeit nachlassen. Die gute Nachricht: Man kann etwas dagegen tun. Denn das Gehirn kann jederzeit aufs Neue gefördert werden. Das Zauberwort heißt Gehirnjogging. Beim Kopftraining müssen keine geistigen Höchstleistungen erbracht werden. Es geht darum, das Gehirn in der richtigen Art zu aktivieren.

York Scheller, Diplompsychologe bei der Techniker Krankenkasse (TK), gibt folgende Tipps, um die Denkzentrale auf Trab zu bringen:

Routine ist Gift für das Gehirn, weil es nichts Neues leisten muss.
Neue Eindrücke fördern hingegen die Entstehung neuer Nervenverbindungen im Kopf. Einfach die Zähne mal nicht mit der dominanten Hand, sondern mit der anderen Hand putzen. Rechtshänder also mit links und umgekehrt. Ganz bewusst einen völlig neuen Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen gehen als sonst. Auch mal ein anderes Treppenhaus oder einen anderen Lift wählen, um ins Büro zu kommen. Mittags nicht wie gewohnt in die Kantine gehen, sondern statt dessen einen kleinen Spaziergang mit Zwischenstopp an einem Imbiss machen.

Kleine Denkspiele machen. Schon zehn Minuten am Tag reichen. So kann man zum Beispiel ein zusammengesetztes Wort wie Sommerschlussverkauf nehmen und daraus neue Worte bilden. Dabei darf man nur die Buchstaben benutzen, die schon im Wort stecken – wie komm, es, so, kauf und so weiter. Auch Kreuzworträtsel lösen, Sudoku-Grübeln sowie Karten- und Gesellschaftsspiele wie Memory oder Tabu regen Denkprozesse an.

Nicht nur gezielte Denkübungen halten den Geist in Schwung, sondern vor allem auch das persönliche Umfeld. Der Austausch mit anderen hält lebendig und regt zum Nachdenken an. Kommunizieren und Probleme lösen, die im Alltag wichtig sind, trainieren das Gehirn am besten.

Quelle: Techniker Krankenkasse

Dominik Birgelen
Dominik Birgelen
Geschäftsführer

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