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11. September 2012Das Notfall-Handy: Der kleine Retter in der Not

Ein Schreckenszenario, das im Alter immer schwerwiegender wird: In eine Notsituation zu geraten und keine Hilfe verständigen können. Um die Lösung dieses Problems ist mittlerweile eine ganze Branche entstanden. Unzählige Firmen bieten “den Roten Knopf” in verschiedenen Variationen, Betreutes Wohnen und Seniorenhandys mit Alarmknopf an.
Wir zeigen Ihnen heute eine vergleichsweise einfache und kostengünstige Art im Notfall Hilfe zu holen auf. Ein Notfallhandy.
Ein Notfallhandy ist ein Mobiltelefon, das man an wichtigen Schlüsselpositionen lagert und zur Not damit Hilfe holen kann. Wenn man dabei alles richtig macht, kostet einen das Notfallhandy weniger als 20 Euro und kann im Zweifel Leben retten.
Folgende Plätze eignen sich für ein Notfallhandy: Auto, Wohnwagen, Gartenhaus, Dachboden und andere Plätze, an denen man sich oft aufhält und etwas trocken lagern kann.
So stellen Sie sich ihr Notfallhandy zusammen:
1. Das Gerät
Als Notfallhandy eignen sich vor allem alte Geräte mit kleinem Bildschirm, wenig Funktionen und langer Akkulaufzeit. Moderne Smartphones verbrauchen ihren Akku oft sehr schnell, da die vielen Funktionen und das große Display viel Strom verbrauchen. Alte Geräte zum Beispiel von Blackberry oder Nokia mit monochromen Bildschirm haben meist eine unglaublich lange Akkulaufzeit und sind sehr günstig gebraucht zu kaufen. Hier ein paar geeignete Modelle: Siemens S10, Blackberry Curve-Serie (Leider sehr kleine Tasten) und das Nokia 6210. Diese Modelle sind im Normalfall nicht tot zu kriegen und reichen zum telefonieren allemal.
2. Die Sim-Karte
Notfall-Telefonate sind in Deutschland kostenfrei und können auch ohne SIM-Karte durchgeführt werden. Es empfiehlt sich aber trotzdem eine Prepaid-SIM-Karte zu haben, die über Guthaben verfügt. Nicht immer muss in einer prekären Situation gleich der Krankenwagen oder die Feuerwehr anrücken. Manchmal reicht ja ein Verwandter oder der Nachbar. Um diese Telefonate führen zu können, muss die SIM-Karte über aufgeladenes Guthaben verfügen. Viele Prepaid-Anbieter verkaufen die SIM-Karten mit einem Startguthaben von 10-25 Euro. Wer das Handy wirklich nur für Notfälle benutzt, sollte die SIM-Karte also niemals aufladen müssen. Wichtig ist, dass man sich für einen Anbieter entscheidet, der in der Gegend, wo das Notfallhandy eingesetzt werden soll, auch über eine gute Netzabdeckung verfügt. Meist lässt sich dies leicht herausfinden, indem man seine Bekannten und Verwandten fragt, bei welchem Netz sie sind und ob sie z.B: in der Wohnung guten Empfang haben.
3. Das Ladegerät
Sollte auch beim Notfallhandy mal der Strom weg sein, hilft nur noch ein Ladegerät. Dies sollten Sie auch gleich mit dem Telefon zusammen aufbewahrt werden. Im Fahrzeug sollte es ein Ladegerät mit 12V-Anschluss für den Zigarettenanzünder sein. Diese sind meist für ein paar Euro zu haben.
4. Wasserdicht verpacken
Wer das Notfallhandy an potenziell feuchten Orten (Auf dem Boot, Im Gartenhaus) aufbewahrt, sollte es in einem Ziploc-Beutel verstauen und diesen sorgfältig verschließen. Dann sollte dem guten Stück eigentlich auch nichts mehr passieren können.
Tags: Notfall, Seniorenhandy
