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8. Februar 2009Augenerkrankung AMD: Symtome, Ursachen und Therapie

Auge Sehen (Quelle: Pixelio)

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) weist auf unhaltbare Zustände bei der Versorgung von Patienten mit einer Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) hin. Betroffene erblinden, weil Vertreter der Pharmabranche, der Augenärzte und der Krankenkassen sich nicht auf ein Regelverfahren und die damit verbundene Qualitätssicherung einigen können - oder wollen. Die optimale Versorgung der Patienten scheitert wieder einmal am Streit ums Geld!

Bei der AMD tritt ein Verlust der zentralen Sehschärfe ein. “Makula” bezeichnet dabei die Netzhautmitte - eine nur 2 Quadratmillimeter große Stelle des schärfsten Sehens. Sie wird auch als “gelber Fleck” bezeichnet. In diesem Bereich liegt die Mehrzahl der empfindlichsten Sinneszellen des Auges, der so genannten Zapfen. Durch diese Zellen kann der Mensch Farben und scharfe Bilder wahrnehmen. Dabei werden die lichtempfindlichen Teile durch die Einwirkung des Lichts der Zapfen ständig verbraucht, abgestoßen, zerlegt und abtransportiert. Gleichzeitig wachsen neue Membranscheibchen nach. Dieser normale Stoffwechselprozess ist mit zunehmendem Alter gestört und kann zur AMD führen.

Die AMD ist die häufigste Ursache für eine schwere Sehbehinderung bei Menschen über 50 Jahren. Sie betrifft ca. 30 % der 75-85 jährigen. Ca. 2 Millionen Menschen in Deutschland leiden an der AMD - Tendenz aufgrund der demografischen Entwicklung steigend.

Symptome
Die AMD kann in zwei unterschiedlichen Formen verlaufen:

1. Die trockene AMD. Sie macht 80 % der Erkrankungen aus. Diese Form verläuft langsam. Die ersten Anzeichen bemerkt der Betroffene häufig beim Lesen. Neben eine Unschärfe nehmen die AMD-Betroffenen mitten im Schriftbild verschwommene Flecken oder graue Schatten wahr, die im weiteren Verlauf der Krankheit größer werden können.

2. Die feuchte Form der AMD. Davon sind 20% der Patienten betroffen. Sie schreitet meist rascher voran. Typisches Krankheitszeichen ist ein verbogenes und verzerrtes Bild. Aus der trockenen Form kann sich die feuchte AMD entwickeln.

Ursachen
Experten gehen davon aus, dass das Auge mit zunehmendem Alter mit dem Entsorgen der Abfallprodukte in der Makula nicht mehr fertig wird. Es entstehen Ablagerungen unter der Netzhaut. Dadurch kommt es zu Gefäßeinsprossungen und zum Absterben der Sinneszellen in der Makula. Dies wiederum führt zu einem Verlust der zentralen Sehschärfe. Das Umfeldsehen bleibt allerdings erhalten. Dadurch behält der Betroffene das Orientierungsvermögen und ist zum Beispiel auch noch in der Lage, mit einer Lupe zu lesen.

Direkte Ursache für die trockene AMD sind Rückstände des Stoffwechsels. Sie bewirken, dass die Sehzellen absterben.

Die feuchte Form der AMD entsteht durch eine abnorme Neubildung von Gefäßen unter der zentralen Netzhaut. Durch das Austreten von Flüssigkeit aus diesen Gefäßen schwillt die Netzhaut an.

Menschen mit hellen Augen erkranken eher an AMD als Menschen mit dunkler-pigmentierten Augen. Der Grund: Letztere enthalten eine größere Menge des Farbstoffs Melanin. Dieser Stoff absorbiert das schädigende UV-Licht.

AMD wird durch Bluthochdruck, Rauchen sowie das Fehlen bestimmter Betacarotinoide wie etwa Lutein begünstigt.

Therapie
Eine regelmäßige Untersuchung auf AMD durch den Augenarzt ist ab dem 55. Lebensjahr sehr wichtig. Nimmt man Wellensehen wahr oder verzerrte Bilder, dann sollte schnell ein Augenarzt aufgesucht werden. Liegt eine AMD-Verschlechterung vor, so muss der Facharzt sofort handeln.

Eine tatsächliche Heilung der AMD ist bis heute noch nicht möglich. Allerdings gibt es bei der feuchten Form der AMD neue Behandlungsmethoden, die den Krankheitsverlauf stoppen können und zum Teil zu einer Verbesserung des Sehens führen. Hierbei werden Medikamente mit einer dünnen Nadel praktisch schmerzfrei in das Auge oder in den Glaskörperraum gespritzt. Bei den Medikamenten handelt es sich um Lucentis ®, Macugen ® und Avastin ®. Sie blockieren den Botenstoff, der die krankhaften Gefäße verursacht, und stoppen deren Wachstum. Noch ungeklärt ist allerdings, ob die Krankenkassen die vollen Behandlungskosten tragen oder ob sie einen Teil der Kosten übernehmen.

Quelle und weitere Informationen:
http://www.dbsv.org/infothek/augenerkrankungen/amd/

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Dominik Birgelen
Dominik Birgelen
Geschäftsführer

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