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18. Juni 2009Angst vor dem Alleinsein

Am Deutschen Seniorentag in Leipzig wurde deutlich, vor was die meisten Menschen im Alter Angst haben; vor dem Alleinsein. „Dabei ist es wichtig sich rechtzeitig darum zu kümmern“, meint Ingrid Schmid, von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO).
Und tatsächlich gibt es heute mehrere Modelle, vom Mehrgenerationen-Wohnformen bis hin zum Betreuten Wohnen, um dem vorzubeugen. „Doch ein gemeinsames Wohnen hat auch seine Herausforderungen“, warnt Ingeborg Dahlmann vom Dachverband des Forum Gemeinschaftliches Wohnen. „Man muss offen sein sich auf den Anderen einzustellen, und es braucht Zeit der Organisation“. Soll gar ein eigenes Projekt, zum Beispiel in einem großen Anwesen, realisiert werden, werfen allein die Rechtsform und die Besitzanteile wichtige Fragen auf. Dahlmann rät sogar zu einem Psychotest, um sich Klarheit zu verschaffen, ob man ein überzeugter Alleinwohner oder ein optimaler Gemeinschaftstyp ist.
Dabei sind es vor allem Frauen, die sich Gedanken über die wohnliche Zukunft machen. So erzählt eine 81 jährige Frau aus Bad Harzburg: „Als mein Mann starb, schaffte ich es nicht unseren Pensionsbetrieb allein weiterzuführen. Nach sechs langen Jahren konnte ich ihn endlich verkaufen und habe jetzt eine Wohnung mit Nähe zu Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten um die Ecke.“ Dabei ist natürlich die eigene Gesundheit eine wichtige Voraussetzung. Stellen sich Probleme ein, bleibt oft nur der Ausweg in ein Pflegeheim.
Broschüren zum Wohnen im Alter gibt es unter www.bagso.de.
Quelle: www.zeit.de
Dominik Birgelen
Geschäftsführer
Tags: Angst, Einsamkeit, Mehrgenerationen-Wohnformen, Mehrgenerationenhäuser, Pflegeheim, Senioren, Seniorenwohnheim, Seniorenwohnung, Seniorenwohnungen, Wohnen
