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22. Juni 2009Altenheime ein Auslaufmodell?

Aufstehen und zu Bett gehen wann man will, und sich einfach frei zu bewegen sind ganz normale „Errungenschaften“ der zivilisierten Welt des 21. Jahrhunderts. Was aber, wenn die Gesundheit oder das Alter einschränken, man auf fremde Hilfe angewiesen, der persönliche Freiraum nur noch ein eingeschränkter ist? Fragen, die offen auf dem Deutschen Seniorentag in Leipzig angesprochen wurden. Dabei scheinen Altenheime „alter Schule“ ein Auslaufmodell zu sein.
Immer mehr entscheiden sich Senioren für modernere Wohnformen wie das Betreute Wohnen oder sogar Wohngemeinschaften. “Das ist die Zukunft” sagt zum Beispiel Irmingard Lenz. Sie ist im Seniorenbeirat der Stadt Bielefeld aktiv und meint, dass besonders die Kranken- und Pflegekassen eine Menge Geld sparen könnten, würden sie Angebote für Betreutes Wohnen ausbauen. Dänemark zum Beispiel gehe da in die richtige Richtung. Irmingard Lenz selbst wohnt mit drei anderen Frauen in einer privaten Wohngemeinschaft, alle vier haben so ihre Zipperlein. Regelmäßig schaut daher jemand vom Pflegedienst vorbei. Für die 79jährige gilt: “Wir Alten müssen das selbst in die Hand nehmen. Uns selbst ein Betreutes Wohnen organisieren.”
Selbst bei fortschreitender Demenz gibt es längst offene Wohnformen, ob etwa durch geöffnete Bereiche oder in Wohngruppen mit Hilfestellungen im Alltag. Broschüren zum Wohnen im Alter gibt es unter www.bagso.de.
Quelle. www.zeit.de
Dominik Birgelen
Geschäftsführer
Tags: Altenheim, Auslaufmodell, offene Wohnformen, Pflegeheim, Senioren, Seniorentrag, Wohnen im Alter, Wohngruppen
