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17. Juli 2008Spielzeuge für Senioren

Spielzeug für Senioren (Bildquelle: Pixelio)

Die Spielwarenhersteller reagieren auf die demographische Entwicklung, nachdem immer weniger Kinder geboren werden und die Zahl der Senioren stark zunimmt. Alleinstehende Senioren sollen durch einen batteriebetriebenen Freund vor der Vereinsamung bewahrt werden.

Das japanisches Unternehmen “Namco-Bandai” erhielt nun auf der Spielwarenmesse in Tokio den Innovationspreis für eine Senioren-Puppe. Die Puppe reagiert auf Geräusche und Berührungen und kann sprechen. Der Wortschatz nimmt in dem Maße zu, wie man sich mit der Puppe beschäftigt. So kann die Puppe bis zu 380 Wörter in einem Jahr lernen und soll ca. 48 Euro kosten.

In die gleiche Richtung geht auch der Roboterhund “Dream Golden Retriever” der Firma Sega Toys. Dieser pelzige Freund in der Größe eines jungen Hundes wedelt mit dem Schwanz, wenn er gestreichelt wird und verfügt über den sprichwörtlichen Hundeblick. Sogar sechs Kommandos beherrscht das etwa 208 Euro teure Tier, wie z.B. “sitz” und “gib Pfötchen”.

Ebenfalls haben japanische Tüftler die Robbe “Paro” erfunden, die Senioren glücklich machen soll. Das Tier fiepst, hat große dunkle Augen und ist herrlich kuschelig. Die Robbe kommt serienmäßig mit antibakteriellem Fell und hat einen wissenschaftlichen Streicheltest bestanden: 100.000mal wurden die Sensoren stimuliert, um ihre Zuverlässigkeit und Haltbarkeit zu prüfen. Paro soll ein Haustier sein für Orte, wo Haustiere sonst verboten sind, nämlich in Krankenhäusern und Altenheimen.

Tiere, so sagen verschiedene Studien, haben eine positive psychologische Wirkung auf Senioren und machen sie stressresistenter - aber gilt das auch für Roboter?

Zwei Heimen in Baden-Baden und Lehre-Wendhausen wurden jeweils zwei Robben zur Verfügung gestellt und die Herstellerfirma bemüht sich derzeit bei deutschen Behörden um die Zulassung. Schon jetzt steht fest, dass der Einsatz von Paro das Leben der alten Menschen bereichert, sie ruhiger macht. „Ich muss zum Beispiel weniger Beruhigungs- oder Schlafmittel geben“, berichtet Wilma Falk, eine Erzieherin zuständig für den Demenzbereich eines der Altenheime in Deutschland.

Quelle:
http://www.spiegel.de
http://www.60pro.de
http://www.stimme.de

Dominik Birgelen
Dominik Birgelen
Geschäftsführer

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