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10. Oktober 2012Tipps gegen Beschwerden bei einem Lymphödem

Besonders ältere Menschen kennen das Problem von geschwollenen Beinen und Armen, die meist mit erheblichen Schmerzen verbunden sind. Das so genannte Lymphödem trifft meist Frauen, die von Natur aus über ein dehnbareres Bindegewebe verfügen als Männer.
Eiweißreiche Flüssigkeit tritt dabei aus den Lymphgefäßen aus und setzt sich im Laufe der Erkrankung im Bindegewebe des Betroffenen fest. Ärzte und Apotheker empfehlen hiergegen gerne Kompressionsstrümpfe, die den Rücklauf des Blutes zum Herzen begünstigen sollen und die individuell angepasst werden müssen. Diese Art von Strümpfen verspricht den Erkrankten allerdings eine effektivere Therapie der Beschwerden als die im Sanitätsfachhandel erhältlichen Stützstrümpfe.
Um die unangenehmen Schwellungen zu verhindern oder zumindest einzuschränken, lassen sich jedoch auch im Alltag Verhaltensweisen integrieren, die sowohl leicht umzusetzen sind und zudem gesundheitsförderlich wirken. Nicht ohne Grund erkranken vor allem diejenigen Berufstätigen besonders schnell, die vornehmlich einer stehenden Tätigkeit nachgehen, denn in dieser Körperhaltung kann sich die unerwünschte Flüssigkeit besonders leicht in den unteren Extremitäten ansammeln. Um das Anstauen von Lymphflüssigkeit zu reduzieren, sollten die Beine daher vornehmlich hoch gelagert werden oder in Bewegung gehalten werden. Denn entgegen der landläufigen Meinung führt auch eine gesteigerte Aktivität zu einer merklichen Verbesserung des Gesundheitszustandes, indem der Kreislauf angeregt wird und Gefäße und Muskeln in den Beinen gezielt trainiert werden.
Betroffenen sollten außerdem auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme von etwa zwei bis drei Litern Wasser oder anderen möglichst ungezuckerten Getränken achten. Auch die regelmäßige Durchführung von Wechselduschbädern kann die Venen trainieren und die Aktivität des Kreislaufes ankurbeln. Medizinische Tests konnten außerdem belegen, dass auch das Schuhwerk einen erheblichen Einfluss auf den Verlauf von Lympherkrankungen hat.
Als besonders symptomverstärkend erwiesen sich hohe Schuhe aller Art, die den Flüssigkeitsstau in den Beinen begünstigen. Flache Schuhe dagegen und das Barfußgehen wirkten sich förderlich auf den Rückfluss der Lymphflüssigkeit aus. Bei der Auswahl des richtigen Schuhwerkes sollten sie besonders auf einen hohen Tragekomfort achten, der voraussetzt, dass möglichst wenige Bestandteile des Schuhs den Fuß einschnüren können. Für den alltäglichen Gebrauch bieten sich daher insbesondere bequeme Hausschuhe an, die dem Fuß durch ihre halboffene Gestaltung ausreichend Bewegungsfreiheit bieten und aus einem flexiblen Material gefertigt sind. Aber auch für den außerhäuslichen Gebrauch gibt es mittlerweile zahlreiche Hersteller von Schuhwerk, die Modelle herstellen, die nicht nur orthopädisch vorteilhaft, sondern auch optisch ansprechend sind. Ein großes Angebotsspektrum der ehemaligen Marke “Birkenstock”, welche nun unter dem Namen “Betula” gesundheitsbewusstes Schuhwerk entwirft, können Sie beispielsweise bei Mirapodo finden.
Generell sollte bei ersten auftretenden Symptomen eines Lymphödems ein Arzt hinzugezogen werden, der über das weitere Therapievorgehen entscheidet, denn gegebenenfalls müssen fachmännische medizinische Behandlungen, wie Lymphdrainagen verordnet werden.
Bildquelle: (C) MiriamDörr-Fotolia.com
