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26. Oktober 2012Die beste Vorgehensweise bei Harndrang

Bei Harndrang darf die Toilette nicht weit sein | Foto: istockphoto.com/savoia

Inkontinenz ist ein Thema, über das nicht gerne gesprochen wird. Dabei sieht sich jeder neunte Deutsche mit diesem Problem konfrontiert, das die Lebensqualität deutlich einschränkt und oft auch mit Schmerzen einhergeht. Erhöhter Harndrang fesselt viele Menschen geradezu an die Toilette und es ist weder an einen geregelten Nachtschlaf noch an entspannte Konzertabende zu denken. Die Gedanken kreisen nur noch um das Mantra müssen zu müssen. Der psychische Stress verschlimmert alles noch – ein Teufelskreis, der sich aber mit der richtigen Therapie durchbrechen lässt.

Die Ursachen feststellen

Als erstes sollte die Ursache für den Harndrang festgestellt werden. Dass die Blase nicht so will, wie sie sollte, kann viele Gründe haben und liegt meist nicht an dem Organ selbst. Bei Frauen ist oft eine Senkung der Gebärmutter die Ursache, Männer leiden häufig an Entzündungen der Prostata. Der richtige Ansprechpartner für die Erstdiagnose ist zunächst der Hausarzt. Am besten bereiten Sie sich auf den Besuch auf, indem Sie eine Art Tagebuch darüber führen, wann und wie oft der Harndrang auftritt, wie viel und was Sie getrunken haben und ob sich die Symptome in bestimmten Situationen verschlimmern. Bringen Sie auch immer eine Liste der Medikamente mit, die Sie einnehmen.

Untersuchungen und Therapie

Der Hausarzt wird zunächst eine Blutuntersuchung anordnen und gegebenenfalls weitere Untersuchungen wie Ultraschall oder eine Blasenspiegelung. Aus der Diagnose ergibt sich die Therapie, die manchmal recht simpel sein kann. Ist etwa eine verkümmerte Beckenbodenmuskulatur ursächlich für die Beschwerden, können Sie diese durch bestimmte Übungen wieder aufbauen. Die Blase lässt sich auch schrittweise wieder daran gewöhnen, länger durchzuhalten, indem man den Harndrang gezielt unterdrückt. Bestimmte Erkrankungen erfordern eine medikamentöse Therapie mit chemischen Präparaten. Ergänzend helfen auch pflanzliche Arzneimittel wie Kürbiskerne oder Goldrute gegen Blasenschwäche.

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