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21. Dezember 2009Wichtige Nahversorgung
Dinslaken am unteren Niederrhein ist keine besonders aufregende Stadt, mit 72.000 Einwohnern eben ein schönes Städtchen in Deutschland. Etwa 20 Prozent der Bevölkerung ist älter als 65 Jahre und doch machen die Senioren jetzt von sich reden. Sie zeigen Zivilcourage und möchten die drohende Schließung eines Edeka-Marktes verhindern, zu wichtig sei er für eine intakte Infrastruktur in Dinslaken.
Foto: Tabeken/pixelio.de
In einem eigenen Arbeitskreis haben sich Senioren, Parteien und Kirche längst verbündet und mühen sich um eine zukunftsweisende Gestaltung des Rheinstädtchens, das auch künftig älteren und beeinträchtigten Menschen ein gutes Lebensumfeld bieten soll. Freilich erinnert der Eklat gegen den Handelsgiganten an David und Goliath. Doch schon damals ging der Riese unter einem einfachen Steinwurf zu Boden. Also bleibt die Hoffnung auf ein Einlenken des großen Konzerns. Die Senioren wollen auf jedem Fall „mit öffentlich wirksamen Aktionen“ mobil machen. „Der Lebensmittelmarkt ist der einzige in der Umgebung. Und wir Senioren, auch Mütter mit Kinderwagen und Menschen mit Behinderungen, sind auf diese Einkaufsmöglichkeit angewiesen.“
Der Protest aus Dinslaken ist also berechtigt und gibt zu denken. Zu sehr herrscht wirtschaftliches Kalkül und zu leicht werden Entscheidungen einfach hingenommen. Dabei gäbe die aktuelle Bevölkerungsentwicklung - mit einer steigenden Dominanz von 60-Plus - Grund genug zum umdenken. Vielleicht erinnert man sich noch wehmütig an manch kleinen „Markt um die Ecke“, der dann leider bereinigt ist, Eigentumswohnungen oder gar einem Bankhaus weichen musste. Doch bekannterweise kann man Geld nicht essen …
Quelle: www.rp-online.de
Bildquelle: www.pixelio.de
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www.seniorenland.com/news/vdk
www.seniorenland.com/news/einkaufen

Gerd Spranger - Presse & Medien
Tags: edeka, Markt, nahversorger, Senioren
