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17. Dezember 2009Weniger Medikamente

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Mit dem Alter steigt häufig auch die Zahl der täglich zu schluckenden kleinen Pillen, die als Medikament ausgewiesen sind. Die Ruhr-Universität Bochum hat jetzt in einer Studie deutliche Mängel festgestellt. Es werde oft ein wilder Cocktail von Mischungen zu sich genommen, die in ihren Wechselwirkungen kaum abzuschätzen sind.

Der Altersmediziner Urlich Thiem fasst das Ergebnis der Untersuchung unter 2500 Patienten der Generation 70-Plus zusammen: „Je älter die Patienten waren, desto höher die Zahl der Präparate. Bei einigen Patienten waren es mehr als zehn.“

Die Behandlung sei zwar gut gemeint, so der Mediziner, doch viele Senioren leiden an mehreren Erkrankungen und das führe mitunter zu heiklen Situationen. So wirken etwa Schmerzmittel, die gegen Arthrose verordnet werden, negativ auf die Nierenfunktion. Das steigert den womöglich ohnehin erhöhten Blutdruck, der parallel auch noch mit anderen Medikamenten behandelt wird.

Die Bochumer Mediziner fordern ein Umdenken speziell für diese Altersgruppe. „Es können nicht alle Erkrankungen gleichermaßen behandelt werden. Und ob ein 75-Jähriger mit einem Medikament auf Jahre gesehen das Risiko eines Schlaganfalls erhöht, ist ihm in der Regel nicht so wichtig. Er verlangt ein Schmerzmittel gegen Arthrose um seinen Alltag zu bewältigen. Auch bei steigendem Risiko für den Blutdruck.“

Quelle: www.welt.de
Bildquelle: www.pixelio.de Foto: Rainer Sturm

Lesen Sie mehr zum Thema:
www.seniorenland.com/news/drogen
www.seniorenland.com/news/pillen

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Gerd Spranger - Presse & Medien

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