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23. November 2009VdK im Aufwind

Während bei Vereinen, Kirchen und Parteien die Mitglieder fernbleiben erfreut sich der VdK einer wachsenden Beliebtheit. Als „Rentner-ADAC“ kürte ihn jüngst die Kölnische Rundschau. Der alte Kriegsversehrten-Verband ist längst zum moderner Sozialverband gewachsen und mit 1,5 Millionen Mitgliedern der größte in Deutschland. Im Oktober hat er allein in Bayern 5180 neue Mitglieder gewonnen.
Aufwind bekam der Verband erneut durch die Bundestagswahl. Es sind vor allem „rentennahe Jahrgänge“, die sich im VdK gut vertreten glauben. Dabei dürfte allein das Angebot einer Rechtsberatung bei einem Mitgliedsbeitrag von fünf Euro monatlich als Schnäppchen gesehen werden. Doch der Verband leistet mehr, engagiert sich vor allem in der Öffentlichkeit für sozialpolitische Themen und versteht es, sich Gehör zu verschaffen. Er ist auch ein großes Reisebüro und bietet seinen Mitgliedern Trips mit Gleichgesinnten.
Gegen Schröders Agenda mobilisierte der VdK 2004 die größte Rentnerdemonstration in Deutschland. Ähnliche Aktionen könnten folgen, zum Beispiel zum Thema „Armenküche im Alter“. Sollten aber zu den Renten-Nullrunden 2010 und 2011 deutliche finanzielle Belastungen aus den Bereichen Kranken- und Pflegeversicherung folgen, dürften nach VdK-Präsidentin Ulrike Mascher „unsere Mitglieder wie 2004 öffentlich protestieren.“ Mit der Münchnerin Ulrike Mascher (70) steht eine telegene Frau an der Spitze des Verbandes. Sie gibt dem Verdruss der Rentner über Zumutungen seitens der Politik das Gesicht.
Quelle:
www.rundschau-online.de
Bildquelle: www.pixelio.de Foto: S. Hofschlaeger
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Gerd Spranger - Presse & Medien
