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11. September 2009Umfrage mit Komplikationen
Mit einer groß angelegten Umfrageaktion will das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in 150 Kommunen in dem Projekt „Aktiv im Alter“ den Wünschen und Bedürfnissen von Senioren gerechter werden. Dabei gilt es aber manche Hindernisse aus den Weg zu räumen, wie in der Stadt Königswinter deutlich wurde.
Foto: Tabeken/pixelio.de
Ursprünglich wollte die Stadtverwaltung einen 28-seitigen Fragebogen mit 200 Einzelfragen auf den Weg bzw. in die Briefkästen der Bürger ab dem 60. Lebensjahr bringen. Das ehrenhafte Anliegen musste aber aus Gründen des Datenschutzes deutlich abgespeckt werden. Es verblieben noch 60 Fragen auf 14 Seiten.
Mit diesem Entwurf konnte sich dann auch Stadtrat und Datenschutzexperte Prof. Peter Gola anfreunden. „Die Bürger werden in dem Anschreiben hinreichend informiert, dass Rückschlüsse auf einzelne Personen gezogen werden könnten. Die Senioren können auf dieser Grundlage selbst entscheiden, ob sie an der Befragung teilnehmen“, heißt es jetzt aus dem Rathaus. Auch ein mit der Aktion verbundenes Gewinnspiel wurde von dem eigentlichen Fragebogen getrennt erfasst und die Karte kann so unabhängig von dem Fragebogen zurück geschickt werden.
Die Ergebnisse der Befragung sollen in die städtische Planung und in Entscheidungsprozesse einfließen. Die Sozialverwaltung wird die ausgefüllten Fragebögen erfassen und zur Auswertung an einen externen „Anbieter für eine Sozialraumanalyse für eine seniorengerechte Stadtentwicklung“ weiter leiten. Dieser „wird selbstverständlich schriftlich dazu verpflichtet werden, die datenschutzrechtlichen Bestimmungen hinsichtlich der Verarbeitung, Aufbewahrung und künftiger Verwendung der Daten einzuhalten“, erläuterte die Stadtverwaltung.
Quelle: www.rundschau-online.de
Bildquelle: www.pixelio.de
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Gerd Spranger
Presse & Medien
Tags: Alter, bundesministerium, daten, leben, schutz, Senioren, umfrage
