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8. Dezember 2009Telefon gegen Kummer
„Kummernummern“ oder auf Neudeutsch „Hotlines“ finden sich viele, vor allem für die jüngere Generation, wenn es um soziale Anliegen geht. Die Ausnahme bilden da schon gute Angebot für Senioren, wie etwa jetzt in Stuttgart. Die Evangelische Gesellschaft Stuttgart (eva) hat jetzt eine Kummer-Nummer für Senioren eingerichtet und will damit auch einer Vereinsamung von älteren Menschen entgegenwirken.
Foto: Siepmann H./pixelio.de
Eva ist ein soziales Netzwerk, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1830 reichen. Heute arbeiten bei eva über 900 hauptamtliche und mehr als 600 ehrenamtliche, gut ausgebildete Frauen und Männer zusammen. Pädagogin Ingrid Braitmeier von der eva ist Projektleiterin des neuen Senioren-Kummer-Telefons. In Stuttgart leben rund 45.000 Senioren/innen der Generation 60-Plus und Gründe für Vereinsamung gibt es viele. Der Partner und Freunde sterben oder ziehen weg, zum Beispiel in ein Pflegeheim. Ein körperliches Gebrechen schränkt die Bewegungsfreiheit ein, oder auch psychische oder seelische Beeinträchtigungen erschweren es, die eigene Wohnung zu verlassen, sich in Gesellschaft zu begeben.
Der neue Service kann auch für regelmäßige Anrufe genutzt werden. „Damit sind wir immer im Kontakt, merken auch schnell wenn ‚was nicht stimmt’ und wir können helfen“, freut sich Braitmeier. Außerdem sollen die Senioren über die Telefonate neue Kontakte knüpfen und zu weiteren Beziehungen angeregt werden. Auch erhalten die Senioren über das Telefon Informationen über andere Begegnungs- und der Altenhilfen. „Wir wollen den Anrufern das Gefühl der Wertschätzung vermitteln. Sie sollen sich beachtet fühlen, als Persönlichkeit ernst genommen“, erklärt Martin Schneider von der Evangelischen Gesellschaft.
Quelle: www.www.swp.de (Südwest-Presse)
Bildquelle: www.pixelio.de Foto: Siepmann H.
Lesen Sie mehr zum Thema:
www.seniorenland.com/news/online
www.seniorenland.com/news/netzwerke

Gerd Spranger - Presse & Medien

Am 19. Juli 2010 um 13:03 Uhr
Ich finde Kummerkästen wie dieses „Eva“ ganz großartig und sehr lobenswert, wenn so viel wie möglich über solche tollen Möglichkeiten, seine Sorgen zu teilen, berichtet wird. Gerade für ältere Menschen ist Einsamkeit ein wirklich großes Problem und oft entsteht daraus ein Unmut dem Leben gegenüber, der immer größer wird, gerade wenn man mit keinem darüber reden kann. Da sind Kummerkästen, aber auch Portale im Internet, auf denen man sich austauschen kann, oft wirkliche Lebensretter. Speziell für Senioren gibt es mittlerweile wirklich schöne Angebote. Feierabend.de z.B. oder auch 50plus-Treff sind schöne Seiten, auf denen man Menschen kennenlernen und sich austauschen kann. Meistens sind die Probleme nur halb so schlimm, wenn man darüber mit jemandem sprechen kann.