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15. März 2010Stärke zeigen
Zwar sind Senioren als Opfer von Gewalt in der Statistik das Schlusslicht, „doch haben besonders älteren Menschen ein hohes Unsicherheitsgefühl“, weiß Kriminalhauptkommissar Ralph Braun, vom LKA in München. Doch Unsicherheit sei riskant, strahlt nach außen und macht den Betroffenen zum potentiellen Opfer, erläutert der Kriminalexperte. Zudem führe es zu einem Rückzug aus dem öffentlichen Leben und damit zu einem Verlust an Lebensqualität.
Foto: M. E. /pixelio.de
Abhilfe könne nur ein selbstsicheres Auftreten schaffen, wie ein aufrechter Gang oder ein offener Blickkontakt. Dafür bieten Volkshochschulen und andere Bildungseinrichtung eigene Kurse an. Sie vermitteln Wissen um richtig reagieren zu können, wenn Gefahr im Verzug ist. Der Hauptkommissar gibt aber einige Tipps mit auf dem Weg: „Hilfe ist durch eine direkte Ansprache eher zu bekommen als ein unverbindlicher Ruf danach. Sprechen Sie die Leute in der Nähe direkt an. Zum Beispiel: Sie mit der Lederjacke, bitte helfen Sie mir“, empfiehlt er. „Kommunizieren sie mit potentiellen Tätern laut und bestimmt, vermeiden Sie das Du.“
Wer zum Zeugen wird, sollte die 110 wählen, nachdem er sich der Mithilfe anderer versichert hat. Dabei sei entscheidend, sich das Aussehen des Täters und mögliche Besonderheiten einzuprägen. Senioren rät er zur Zurückhaltung. „Bei gewaltbereiten Jugendlichen führen leichtfertig ausgesprochen Ermahnungen schnell zur Eskalation. Greifen sie lieber zum Handy und informieren sie den Schaffner, notfalls auch die Polizei“, rät Braun. Ein bewährter Grundsatz sei natürlich, möglichen Gefahren aus dem Weg zu gehen. „Das aber bitte mit Würde und ohne Unsicherheit zu zeigen.“
Von „leichten Waffen“ wie Pfefferspray oder anderen Hilfsmitteln rät der Hauptkommissar ab. „Das Spray hilft bei Betrunkenen meist nicht und Waffen aller Art können älteren Menschen leicht von flinken, jungen Zeitgenossen abgenommen werden und sich gegen einen selbst richten. Eine gute Alternative sei eine Trillerpfeife oder ein Schrill-Alarm. Im Notfall solle man sich nicht scheuen bei fremden Menschen zu klingeln. Weitere Informationen und Hilfestellungen gibt die neue Broschüre „Der goldene Herbst – Sicherheitstipps für Senioren“, die bei jeder Polizeidienststelle erhältlich ist.
Quelle: www.nh24.de
Bildquelle: www.pixelio.de Foto: M.E.
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Gerd Spranger - Presse & Medien
