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10. November 2009Späte Folgen

littlegeld
Es geht uns in Deutschland vergleichsweise gut, sehr gut. Dennoch müssen wir uns massiven gesellschaftlichen Änderungen stellen. So zählen die Senioren im Lande zu den Wohlhabenden, nur 2,5 Prozent sind von Armut betroffen, doch ihre Zahl steigt. Als Risikogruppe gelten heute die Solo-Selbständigen.

Sie gehen von „Job to Job“ und bestreiten ihren Lebensunterhalt, oft auch noch den von Familien. Doch zum „Zurücklegen“ reicht es nicht, teilweise fallen sie sogar durch das soziale Netz. Aktuell ist die Zahl von Frauen und Männern über 65 Jahren, die Leistungen der staatlichen Grundsicherung erhalten, von 392.000 auf 410.000 gestiegen. Bedeutsame Zahlen, denn die schwarz-gelbe Koalition hat der Altersarmut den Kampf angesagt. Der Koalitionsvertrag fordert, dass diejenigen, “die ein Leben lang Vollzeit gearbeitet und vorgesorgt haben, ein Alterseinkommen oberhalb der Grundsicherung erhalten, das bedarfsabhängig und steuerfinanziert ist”. Deutlich ist die Einschränkung Vollzeit und Vorsorge zu hören.

Der Präsident der Deutschen Rentenversicherung (DRV), Herbert Rische, kritisiert daurm auch die Pläne der schwarz- gelben Regierung zur Bekämpfung der Altersarmut. “Da wird man noch einiges tun müssen”, sagte er in Würzburg. Um diejenigen, die ein Leben lang voll gearbeitet haben, müsse man sich am wenigsten kümmern. “Da gibt es andere, die es nötiger haben”, sagte Rische. Im Koalitionsvertrag gehe es jedoch nur um die Vollzeitarbeiter. Seit 2003 erhalten Menschen, die dauerhaft erwerbsgemindert sind, sowie Personen ab 65 Jahre statt der bisherigen Sozialhilfe die so genannte Grundsicherung. Wichtigster Unterschied ist, dass der Staat bei dieser Leistung nicht auf das Vermögen der Kinder zurückgreift. Seit Einführung der Leistung haben sich die Ausgaben nahezu verdreifacht.

Quelle: www.fr-online.de
Bildquelle: www.pixelio.de Foto: Ernst Rose

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Gerd Spranger - Presse & Medien

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2 Reaktionen zu “Späte Folgen”

  1. anne

    Tja, damit unterstützt die Regierung mal wieder diejenigen, die eigentlich gar keine Hilfe brauchen - gute Feststellung. Die Menschen, die durch dieses Raster fallen, haben mal wieder das Nachsehen… Irgendwie sieht soziale Gerechtigkeit doch anders aus, oder?

    Grüsse
    Anne

  2. Norbert

    Soziale Gerechtigkeit sieht definitiv anders aus. Aber was soll man machen! Ich rate meinen Kindern immer, Rücklagen zu schaffen. Nur wer spart, kann sich auch einen schönen Lebensabend leisten. Es gibt ja heut zu Tage auch so viele gute Möglichkeiten. Tagesgeld zum Beispiel. Da kann man das Geld bequem zur Seite legen und bekommmt auch einigermaßen gute Zinsen. Wichtig ist nur, dass man sich vorab informiert und nciht das erst beste Angebot nimmt. http://www.der-tagesgeld-vergleich.de/Tagesgeld/tagesgeldvergleich/ gibt da ziemlich gut Aufschluss. Wer mag schaut da mal drauf!

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