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14. Oktober 2009Soziale Online-Netzwerke
120.000 Mitglieder des Internetanbieters Facebook sind älter als 50 Jahre jubelt das Medium „Welt-online“. Das Ende der Einsamkeit sei mit dem Beitritt in das „soziale Netzwerk“ erreicht und Senioren würden damit generell das Internet entdecken, wird unterstellt. Wer genauer hinsieht und nachrechnet stellt jedoch fest, dass der Anteil der Generation 50plus gerade mal unter drei Prozent liegt.
Foto: Peter von Bechen/pixelio.de
Dennoch sei es dem US-Forschungsinstitut Research zufolge gerade diese Altersgruppe, die in sozialen Online-Netzwerken am schnellsten wächst. Doch es regt sich auch entschiedener Widerstand seitens der Jugendlichen. Denn welcher Jugendliche sieht es schon gerne, wenn sich Eltern oder gar Oma und Opa auf ihrer eigenen Plattform bewegen, das wird zuweilen peinlich. Sobald sie nämlich in der Freundesliste der Kids stehen, können sie alles mitlesen was den Nachwuchs bewegt. „Eltern entfacebooken“ fordern deshalb genervte Jugendliche.
„Facebook und Co spiegelt emotionale Nähe vor und verringert die reale Distanz, glaubt Hendrik Speck, Professor an der Fachhochschule Kaiserslautern. Für den Experten in Sachen Medienkommunikation ist dies der Hauptgrund, der die Rentner das Internet finden lässt. Doch gibt es neben dem Giganten Facebook noch andere, deutlich kleinere Netzwerke. Und die haben mitunter den Vorteil sich besser spezialisieren zu können wie etwa Feierabend.de, Bestage24.de oder Platinnetz.de. Hier zählt man mit 60 Jahren durchaus zum ganz normalen Nutzerkreis. Denn selbst 80jährige sind hier online zu finden. Und gegen ein Offline-Treffen ist nach einer ersten Kontaktaufnahme ja nicht unbedingt etwas einzuwenden.
Quelle: www.welt.de
Bildquelle: www.pixelio.de
Foto: Peter von Bechen
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Gerd Spranger
Presse & Medien
Tags: facebook, Internet, Jugend, Netzwerk, Senioren, sozial, Tag hinzufügen
