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14. September 2009Selbstmord

Die Statistik der Suizidfälle in Deutschland wird klar von den Senioren angeführt. 42 Prozent aller Selbstmörder sind älter als 60 Jahre, ein traurig-tragischer Rekord. Dabei ließen sich wohl die meisten Selbsttötungen verhindern, meinen Experten. Doch die Ursachen sind vielfältig.
Suizid wird als letzter Ausweg aus einem Leben gesehen, das hoffnungs- und sinnlos geworden zu sein scheint, so der Bonner Gerontopsychiater Rolf Dieter-Hirsch und führt weiter aus: „In rund 80 Prozent der Suizide im Alter geht eine Depression voraus“. Die Zahl der Selbsttötungen habe sich in den letzten Jahren zwar deutlich verringert, doch sterben jährlich immer noch mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Drogen- und Gewaltverbrechen zusammen.
Die Angst vor Einsamkeit nach dem Tod des Partners, vor Schmerzen und dem Verlust der Selbstständigkeit, aber auch die Sorge anderen zur Last zu fallen, führt bei älteren Menschen oft zu Suizidgedanken, weiß Elke Simon. Die Theologin nimmt seit zehn Jahren Anrufe beim Schmerz- und Hospiztelefon in Dortmund entgegen. Sie beobachtet einen starken Anstieg der Hilfesuchenden. „Manchmal hilft es den Menschen schon, wenn man ihnen einfach nur zuhört.“
Groß sei die Scham, als „verrückte Alte“ abgestempelt zu werden, so der der Bonner Gerontopsychiater Rolf-Dieter Hirsch. Häufig fehle schlicht das Wissen um die Hilfsangebote. Das betrifft auch die Angehörigen: Wer sich selbst tötet, lässt nach Studien der Weltgesundheitsorganisation mindestens sechs Menschen fassungslos und leidend zurück. Die quälen sich mit bohrenden Fragen. Die schlimmste: „Hätte ich es verhindern können?“
Ein einheitliches Suizid-Präventionsprogramm für Deutschland existiert nicht – es überwiegen ehrenamtliche Engagements. Auf der politischen Agenda sei die hohe Quote der älteren Selbstmörder kaum ein Thema, bemängelt nicht nur Hirsch. „Die Alten haben keine Lobby“, ergänzt Hartwig Wennemar und „dieser Umgang mit dem Thema ist ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft.“
Quelle: www.muensterschezeitung.de
Bildquelle: www.pixelio.de
Foto: S. Lautenschlager
Lesen Sie mehr zum Thema:
www.seniorenland.com/news/abstieg
www.seniorenland.com/news/pflege

Gerd Spranger
Presse & Medien

Am 14. September 2009 um 10:46 Uhr
Ich verstehe diese Leute! Sie haben vielleicht schon alles verloren, sind so alt und krank, können nichts machen, sie haben für sich selbst so entschieden, das sie vielleicht nichts mehr in dieser Welt machen können! So ist es mit den Menschen, die sich allein und unverstanden fühlen! Es muss ein Programm haben, die diesen Menschen das Leben mehr sinnvoll zu machen. Zum Beispiel, sie haben so viel Erfahrung, sie haben vieles überkleben und gesehen, ich meine, sie könnten jemandem sehr helfen, es muss Diskussionen mit diesen alten Menschen haben. So könnten sie sich wieder nützlich fühlen und ihre Lust auf Leben nicht zu verloren!