19. April 2010Schlechte Versorgung für Senioren

stuhl „Richtschnur für die richtige Ernährung sollte nicht so sehr das Alter als vielmehr der individuelle Gesundheitszustand sein,“ fordert der Heidelberger Altersforscher Andreas Kruse. Er wendet sich damit gegen eine Rationierung von Gesundheitsleistungen für Senioren und fordert eine gerechtere Gesundheitspolitik.

Foto: Matthias Stanke/pixelio.de

Zur Aktion „Woche für das Leben“ in Frankfurt am Main, formuliert der Forscher damit ein zentrales Anliegen der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland. Als größte Herausforderungen der Zukunft nannte Kruse die soziale Ungleichheit und die stetig wachsende Zahl demenzkranker Menschen.

Auch der hessische Gesundheitsminister Jürgen Banzer warnte vor einer Relativierung, wem in der Gesellschaft welche Leistung zustehe. Der katholische Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst plädierte für einen umfassenden Gesundheitsbegriff. „Es zählt nicht nur das körperliche Wohlergehen, auch das geistliche und seelische. Die Zahl jener Senioren wächst, denen zwar körperlich geholfen wird, doch das Alleinsein mit der Krankheit löst weitere Störungen aus, die in einer Abwärtsspirale schwer wiegen.“
Quelle: www.morgenpost.de
Bildquelle: www.pixelio.de
Foto: Matthias Stanke

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selffoto Gerd Spranger / Presse & Medien

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