21. September 2008Rollatoren-Kunst

Rollator (Quelle: Pixelio)

Skurile Szenen spielen sich derzeit in München ab. Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, ziehen in diesen Tagen singende Senioren mit geschmückten Gehwägen durch München, um auf die Situation von älteren Menschen aufmerksam zu machen. Dabei rollen die Senioren auf großen Plätzen singend aufeinander zu und rollen anschließend genau so schnell wieder in unterschiedliche Richtungen davon. Die übrigen Passanten können ihren Augen nicht trauen.

“Singende Senioren an klingenden Rollatoren” heißt das Projekt, durch das ein Künstlertrio aus München auf die Situation von Senioren aufmerksam machen will. Auch München wird immer älter - bereits heute sind über 300.000 Einwohner älter als 60 Jahre. Der Rollator soll bei diesem Kunstprojekt für die fehlende Präsenz von Senioren im Stadtbild stehen: für die einen ist er unverzichtbare Gehhilfe im Alltag, für die anderen demütigende Ausprägung ihrer zunehmenden Immobilität. Für die Künstler ist der Rollator ein schönes Instrument, der zu Bewegung einlädt, eine Art Skulptur. In ihrer Massivität seien die Rollatoren bedrohlich und schön zugleich, meint einer der Künstler. Das Kurz-Konzert der Senioren soll eine “Stadtraumintervention” darstellen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Kunst hören, Musik sehen” wird das Projekt sogar vom Stadtrat gefördert.

Die neusten Rollator-Modelle finden Sie übrigens in unserem Seniorendhop ;)

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/592/310520/text/

Dominik Birgelen
Dominik Birgelen
Geschäftsführer

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