6. März 2010Pflege mit Auszeit

helfende_hand Sie ist jung und dynamisch und Familienministerin in Deutschland, Kristina Schröder. Mit ihrer Idee, Pflegenden auch gesetzlich eine Reduktion der Arbeitszeit über zwei Jahre zu ermöglichen, hat sie für heftige Diskussionen gesorgt. Ein Thema also, das unter den Nägeln brennt’. Mehr als die Hälfte der Menschen, die zuhause einen pflegebedürftigen Angehörigen betreuen, ist weiterhin voll berufstätig.

Foto:  Rike/pixelio.de

Wenn es nach dem Willen von Kristina Schröder geht, sollen sie dabei nicht den Job verlieren oder enorme Gehaltseinbußen hinnehmen müssen. Der Pflegende soll bei halber Arbeitsleistung weiterhin drei Viertel seines Gehalts beziehen. Arbeitet er wieder voll, müsste das „Gehaltskonto“ wieder ausgeglichen werden.

Die Familienministerin sieht darum keine zusätzlichen Kosten auf die Steuerzahler kommen. Sie argumentiert: “der Pflegeversicherung dagegen käme die Familien-Pflegezeit langfristig zugute, denn Pflege zu Hause kostet weniger als im Heim”. Der ständig wachsende Bedarf nach Pflege- und Betreuungsplätzen, beispielsweise in Seniorenheimen, könne so auch abgefedert werden.
“Unternehmen, die im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter stehen, können es sich gar nicht leisten hier flexibler zu sein”. Es bestehe zwar ein gewisses Risiko, dass ein Arbeitnehmer mitten in der Pflege-Teilzeit den Betrieb verlasse, ohne das zu viel bezahlte Gehalt wieder eingespielt zu haben, doch man arbeite an dem Problem, so die Ministerin.

Quelle: www.sueddeutsche.de
Bildquelle: www.pixelio.de Foto:Rike

Lesen Sie mehr zum Thema:
www.seniorenland.com/news/zukunft_pflege
www.seniorenland.com/news/sozialstaat

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Gerd Spranger - Presse & Medien

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