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9. Juli 2012OECD will Zwang zu privater Altersvorsorge einführen

Die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sorgt sich um unser Rentensystem. Um der Altersarmut entgegenzuwirken soll die private Altersvorsorge zu Pflicht werden und das Renteneintrittsalter angehoben werden.
In einem von der OECD veröffentlichten Bericht zur Renten-Politik, finden sich grundsätzlich lobende Worte. So sei zum Beispiel die Anhebung des Rentenalters auf 67 eine wirkungsvolle Maßnahme gewesen, um das Rentensystem dauerhaft finanziell tragbar zu machen. Die OECD empfiehlt das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Diese steigt alle sieben Jahre um ein Jahr. Seit dem Start der Finanzkrise 2009 haben mehr als die Hälfte der OECD-Länder das Renteneintrittsalter erhöht um damit zur Haushaltskonsolidierung beizutragen.
Neben dem erhöhten Renteneintrittsalter empfiehlt die OECD der Bundesregierung, private Altersvorsorge stärker zu fördern bzw. gleich vorzuschreiben. Im Schnitt bekommt ein Berufseinsteiger heute rund die Hälfte seines Nettoeinkommen, wenn er nach einer vollständigen Erwerbsbiografie in Rente geht. Durch den schnellen Wandel auf dem Arbeitsmarkt sind viele Erwerbsbiografien allerdings nicht mehr so geradlinig wie früher. Dadurch kann es zu verringerten Rentenzahlungen und der damit verbundenen Altersarmut kommen. Wer zusätzlich privat vorsorgt kommt auf eine Rentenauszahlung von rund 69 Prozent des Nettogehalts und ist damit ausreichend abgesichert.
Da viele Experten an der politischen Durchsetzbarkeit einer solchen Reform zweifeln, wird das Neuseeländische Modell empfohlen. Dort wurde ein Modell eingeführt, bei dem die Arbeitnehmer automatisch auch in eine private Vorsorge einzahlen und nur durch aktiven Wiederspruch aus dem System aussteigen können. Laut den OECD-Mitarbeitern ziele diese Maßnahme darauf ab, “die natürliche Trägheit für die Ausweitung des Versicherungsschutzes zu nutzen.”. In Neuseeland schieden lediglich 20 Prozent der neuen Arbeitnehmer aus dem Programm aus.
Die OECD ist sich durchaus bewusst, dass es sich dabei um unpopuläre Reformen, die weh tun handelt. Um die Absicherung aller Arbeitnehmer zu gewährleisten und der Altersarmut entgegenzuwirken, sieht die OECD Reformen des Rentensystems als unumgänglich an. Da die Rentenkassen durch den demografischen Wandel stark unter Druck geraten werden, könne man nur durch Reformen sicherstellen, dass die Leistungen ausreichen. Die Banken reagieren bereits seit einigen Jahren auf die Anforderungen des Marktes und stellen zunehmend interessante Produkte zur privaten Altersvorsorge zur Verfügung. Auch die Direktbanken haben sich diesem beratungsintensiven Thema angenommen und bieten mitunter die besten Konditionen. Obwohl die Direktbanken über kein Filialnetz und daher auch über keine Ansprechpartner vor Ort verfügen, bleibt die Beratung dabei nicht auf der Strecke. Laut Handelsblatt wird z.B: ein Kunde, mit einer Altersvorsorge der ING-DiBa überdurchschnittlich gut beraten.

Am 13. Dezember 2012 um 15:16 Uhr
Auf der Suche nach Informationen ueber die OECD hab ich deinen Blog gefunden und finde die Informationen sehr hilfreich. Ich hoffe das die OECD wirklich helfen kann Altersarmut zu reduzieren.