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9. August 2010Mut im Alter
Manche Menschen scheinen vom Schicksal getrieben, sehen sich immer wieder mit schwierigen Situationen konfrontiert. Anderen hingegen scheint fast alles zu gelingen, sie sind vom Erfolg verwöhnt. Die Wahlberlinerin Margot Rösner scheint zu ihnen zu gehören. Mit viel Umsicht hat sie die Weichen für ihr Rentenleben gestellt.
Foto: Rainer Sturm/ pixelio.de
Die 61-Jährige lebte bis zum Ende ihrer Berufstätigkeit als Altenpflegerin in einer Kleinstadt bei Wolfsburg seit 20 Jahren in ihrem eigenen Haus mit Garten. Doch dann, ohne Arbeit allein in einem großen Haus? Eine Vorstellung mit der sie sich nicht recht anfreunden konnte und so verkaufte sie es kurzentschlossen. Das ist heute fünf Jahre her und sie fühlt sich in ihrer neuen 53-Quadratmeter-Wohnung in Berlin-Westende wohl, sitzt gerne auf dem Balkon, genießt ihre „kleine Freiheit“. „Es war für mich der richtige Schritt. Mit 61 Jahren ist so ein einschneidender Wohnungs- und Wohnortwechsel noch möglich und man ist fitt genug, sich die neue Heimat zueigen zu machen.“ Vor dem Einzug hat sie die Wohnung gleich altersgerecht umgebaut, ohne Schwellen und mit ebenerdiger Dusche.
Sie hat den anderen, oft bitteren Weg, als Altenpflegerin zu oft kennen gelernt. „Zu viele Senioren klammern sich an ihre viel zu großen Häuser, und werden für ihre Kinder nicht selten zu einer großen Last. Das Traurige daran ist, dass die Alten, die sich an die Kinder klammern, dies oft gar nicht merken.“ Und der Tag X kommt dann ebenso plötzlich wie unerwartet. Man muss aus gesundheitlichen Gründen – oft durch eine Krankheit – ins Altenheim wechseln und verliert von heute auf morgen quasi alles. Margot Rösner will es anders machen so weit will sie es nicht kommen lassen.
„Wenn’s im Alltag zu schwierig wird, nehme ich erstmal professionelle Hilfe wie Essen auf Rädern oder Pflegedienste in Anspruch. Und wenn das nicht reicht, gehe ich eben in das Altenheim, damit habe ich keine Probleme. Feste Strukturen, wie zum Beispiel die Essenszeiten schaden nicht und auch sonst ist man gut aufgehoben und betreut.“
Doch so mobil wie Margot Rösner wirkt, scheint das Altenheim noch in weiter Ferne zu sein. Sie genießt das Leben, hat ihr Auto längst verkauft, es gegen eine Jahreskarte beim Verkehrsverbung „eingetauscht“. Und von Berlin hat sie mittlerweile mehr gesehen als so mancher alter Berliner. Auch ihre Familie dankt es ihr, häufig sind die Enkel zu Besuch.
Quelle: www.morgenpost.de
Bildquelle: www.pixelio.de
Foto: Rainer Sturm
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Tags: Altenheim, arbeiten, leben, Senioren, umfeld, umzug, Vorsorge, Wohnen

Am 10. August 2010 um 10:40 Uhr
Interessante Geschichte. Ein gutes Beispiel wie es auch laufen kann.