26. Juli 2010Meister des Mülls

muellDie Frage bleibt aktuell wohl offen, wer Müll-Weltmeister ist. Doch manche Kommune in Deutschland bezeichnet sich mit einem ausgefeilten Entsorgungskonzept gern als „Müll-Meister“. Schwächen werden erst bei der Umsetzung deutlich, wie jetzt in der Hansestadt Lübeck. Senioren beklagen sich über fehlenden Service.

Foto: Rainer Sturm/ pixelio.de 

Aufgegriffen hat das Thema die FDP-Fraktion und fordert von den Entsorgungsbetrieben bessere Dienstleistungen. Viele alte Menschen schaffen es nämlich nicht mehr, die schweren Tonnen bis an den Straßenrand zu wuchten, was sich zu einem echten Problem auswächst. Auch würden manche Haushalte „einfach übersehen“. „Das ist durch einen Hinweis auf „Touren-Optimierung“ nicht entschuldbar“, ereifern sich die FDP-Stadträte.

Dabei beginnt das Problem bereits in der Küche. Neben dem Behältnis für Restmüll finden sich zwei weitere für den Gelben Sack und für Papier. Mancher Bundesbürger unterhält zudem noch eine Biokiste und bei der Entsorgung von Altglas bzw. Pfandflaschen wird es noch mal drastisch. Für den Glascontainer, den Pfandautomaten und zusätzlich noch für Dosen braucht es drei weitere Tüten. Die schönste Designerküche verkommt so zur Müll- und Restesammelstation. Und gründlich wie wir Deutsche nun mal sind, stellen wir uns mit Eifer dieser Aufgabe.

Quelle:
www.hl-live.de
Bildquelle:
www.pixelio.de
Foto: Rainer Sturm

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Gerd Spranger - Presse & Medien

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