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10. Februar 2010Lügen und täuschen
Häufige Berichte in den Medien machen einen glauben, dass besonders Senioren die bevorzugten Opfer von Gewalttaten und Betrügereien sind. Ein Blick in die Kriminalstatistik (PKS) belehrt eines Besseren. Menschen ab 60 Jahre sind von polizeilich bekannt gewordenen Fällen der Gewaltkriminalität deutlich seltener betroffen als alle anderen Altersgruppen. Dennoch ist Vorsicht geboten.
Foto: Willi Heidelbach/pixelio.de
Ältere Menschen verhalten sich im Hinblick auf mögliche Gefahren achtsamer und vermindern auf diese Weise ihr Risiko, Straftaten zum Opfer zu fallen. Das hat natürlich auch seine Schattenseiten, denn wer sich zu sehr auf die Vermeidung von Gefahren konzentriert, bringt sich selbst um die schönsten Seiten des Lebens. Die Straftäter greifen aber nur selten zu gewaltsamen Mitteln. Ihre Devise heißt bei den Senioren: täuschen, lügen, tricksen.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat dazu jetzt eine eigene Broschüre “Rate mal, wer dran ist?” herausgegeben. Sie informiert über die Machenschaften und gibt Tipps zum Selbstschutz. Beliebte „Täuschungsmanöver“ sind der „Enkeltrick“ bei dem man sich für einen entfernten Verwandten ausgibt, und „offizielle Dienste“ von Handwerkern und Telekommunikations-Anbietern. Gern wird auch an das Mitgefühl appelliert, denn schließlich könne man in Notsituationen ja helfen.
Die Broschüre beschreibt, wie die Täter vorgehen und wie man sich vor ihnen schützen kann. Dazu werden Tipps und Hinweise gegeben, wie man einen möglichen Betrüger oder Trickdieb erkennt und was zu tun ist, um sich beispielsweise vor Betrügern am Telefon, an der Haustür oder beim Online-Banking zu schützen.
Links:
Publikation zum Thema:
“Rate mal, wer dran ist?”
So schützen Sie sich vor Betrügern und Trickdieben
www.bmfsfj.de/Publikationen
Bildquelle: www.pixelio.de Foto: Willi Heidelbach
Lesen Sie mehr zum Thema:
www.seniorenland.com/news/sicherheit
www.seniorenland.com/news/freiheit

Gerd Spranger - Presse & Medien
