27. November 2009Kein Geld für Zähne

zahnarzt
Die Solidargemeinschaft der Versicherten sollte besonders für kranke und behinderte Menschen einstehen. Doch bei der Zahnmedizin sprechen Experten von „unterlassener Hilfeleistung“ gegenüber Behinderten und stationär pflegebedürftigen Patienten. Rigide politische Rahmenbedingungen und Richtlinien in Verbindung mit Ausbildungsdefiziten hätten dazu geführt, so Dr. Volker Holthaus auf der Jahrestagung des Berufsverbandes Deutscher Oralchirurgen.

„Vor allem bei der zahnärztlichen Behindertenbehandlung ist das unterlassene Hilfeleistung“ empört sich der Zahnarzt. Dabei hätten auch neueste Untersuchungen wieder bestätigt, dass bei geriatrischen Patienten mit Zahnproblemen, selbst mit bescheidenen finanziellen Mitteln, eine Verbesserung des Zustandes in wenigen Sitzungen erzielt werden kann. Holthaus fordert politische Rahmenbedingungen, die eine adäquate prophylaktische und prothetische Versorgung von Menschen mit Behinderung und geriatrischen Patienten ermöglicht. Nötig ist auch eine bessere Vorbereitung darauf im Studium.“

Es gäbe zwar seit Jahren Bemühungen in die richtige Richtung, doch die Situation habe sich in den letzten Jahren sogar noch verschärft. „Die Richtlinien der Krankenkassen (GKV) sind inzwischen so eng gefasst, dass die Sachbearbeiter keinerlei Spielraum mehr haben.“ Und Hotlhaus setzt nach: „Unbehandelt verschlechtert sich der Zustand rapide und eine Sanierung des Gebisses wird ungleich teurer.“

Quelle: CAREkonkret
Bildquelle: www.pixelio.de Foto: Frank Rosskoss

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Gerd Spranger - Presse & Medien

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