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3. April 2010Immer mehr Senioren arbeiten
Internet, Euro, Wirtschaftskrise und demnächst der Generationenwandel hin zu einer immer älter werdenden Bevölkerung zählen zu den großen Themen dieses ersten Jahrzehnts nach der Jahrtausendwende. So wundert es heute kaum noch, wenn eine 63-Jährige Rentnerin (heute 68 Jahre) sich noch was dazu verdient. Helga Schleinitz hat es mittlerweile bei der Fast-Food-Kette Mc.Donald’s bis in den Werbespot geschafft, als „Super-Senior“.
Foto: Thomas M. Müller/pixelio.de
Immerhin sind es heute bereits 7,6 Prozent der 65- bis 69-Jährigen die laut Statistischem Bundesamt noch einem Job nachgehen. Das bedeutet einen Anstieg von mehr als 35 Prozent in den letzten sieben Jahren. Die Firmen unterdessen beschäftigen die Senioren nicht aus reiner Menschengüte, sondern aus der schlichten Notwendigkeit heraus, dass es einfach an Nachwuchskräften fehlt. Sie werben bereits heute aktiv um ältere Mitarbeiter. So gesehen eine späte Rache an die Anti-Baby-Pillen-Generation und an eine Politik und Gesellschaft, die nicht immer Familienfreundlich war und ist.
Ein Hauptgrund sieht Johann Fuchs vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg in den knappen Rentenbezügen. „Die Zukunft gehört den Alten“, meint gar die Bremer Altersforscherin Ursula Staudinger. „Die typische Dreiteilung der Lebensabfolge in Bildung, Arbeit und Ruhestand ist nicht mehr aktuell“, so Staudinger. Übrigens sind von den 60.000 Mitarbeitern bei Mc.Donald’s gerade mal 50 über 65 Jahre alt.
Früh erkannt hat diese Entwicklung der Stuttgarter Technologiekonzern Bosch. Er gründete schon vor elf Jahren eine Tochtergesellschaft für ehemalige Mitarbeiter aus allen Bereichen. Rund 900 Ruheständler im Alter zwischen 60 und 75 Jahre sind inzwischen registriert. Sie springen immer dann ein, wenn Bedarf ist – auch im Ausland. Für Bosch sei das vor allem billiger, als sich über ausgelagerte Firmen Ersatz zu holen.
Quelle:
www.neues-deutschland.de
Bildquelle:
www.pixelio.de
Foto: Thomas Max Müller
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www.seniorenland.com/news/seniorenplus
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Gerd Spranger - Presse & Medien
