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21. Juni 2010Hilfe um des Menschen willen

Kaum eine andere Einrichtung in Deutschland leistet so schnell und unbürokratisch Hilfe wie die Bahnhofsmissionen. „Hilfe um des Menschseins und der Liebe Gottes willen, nicht ihres Aussehens, nicht ihrer gesellschaftlichen Stellung, nicht ihrer Leistung oder Leistungsfähigkeit wegen“, bekräftigt Michael Lindner-Jung, Leiter der von der gemeinnützigen Christophorus-Gesellschaft getragenen Ökumenischen Bahnhofsmission in Würzburg.
Dort verzeichnete man binnen Jahresfrist bei 37.000 Kontakten einen Anstieg um 8,7 Prozent bei den Hilfeleistungen. Die Altersgruppe 65-Plus ist mit knapp 2.500 betreuten Personen zwar nicht besonders auffällig, doch verzeichnete man hier einen Anstieg von 18 Prozent – und das ist viel. „Es gibt immer mehr Menschen, die in eine Veränderung ihres Lebens nicht mehr investieren, weil ihnen die Hürden des Lebens unüberwindbar erscheinen“, erklärt Michael Lindner-Jung.
Mehr als 97.000 Einzelleistungen erbrachte das Team der Bahnhofsmission. Über 25.000 Mal ging es dabei um materielle Hilfen, Verpflegung und Getränke. 4090 Kriseninterventionen und Gespräche führten Lindner-Jung und Kollegen, mehr als 2000 Mal leisteten sie Reisenden Hilfe. Immer wieder sei zu beobachten, wie materielle Armut die persönlichen Entwicklungs- und Handlungsmöglichkeiten der Betroffenen nach und nach reduziere. Die alltägliche Not verursache Selbstzweifel, Angst, große Verletzbarkeit und Isolation.
Diesen Dienst am Nächsten ermöglichen viele Spenden und ein Förderverein der Bahnhofsmission, die den Fortbestand der Einrichtung sichern helfen. Mehr als 40 Informationsveranstaltungen der Bahnhofsmission, unter anderem in Kindergärten und Schulen, aber auch für Firmlinge, Kommunionkinder und Konfirmanden seien auf großes Interesse gestoßen, betonte Lindner.
Quelle:
www.primaso.de
Bildquelle:
www.pixelio.de
Foto: Beate Heindl
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