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31. Oktober 2009Hilfe bei der Betreuung
Der Pflegenotstand in Deutschland ist längst zu einem Medienthema geworden. Die Schlagzeilen reichen von drohender Mangelernährung, zur Schwarzarbeit (in der Pflege) bei Oma bis hin zur Forderung einer menschenwürdigen Pflege. Ein neues Modell aus Hamburg verspricht Hilfe. Es ist eine Ausbildung zum Senioren-Assistenten.
Foto: peeF/pixelio.de
Dabei soll eine Brücke zwischen Pflege- und Hauswirtschaftspersonal geschaffen werden um Senioren bei der Bewältigung des Alltags zu helfen. „Es ist unser Ziel, den Senioren nicht die Arbeit abzunehmen, sondern ihre Fähigkeiten zu stärken“, sagt Ute Büchmann, die das Projekt bereits 2006 ins Leben rief. Sie bildet Senioren-Assistenten in sieben Wochenend-Seminaren aus. Dabei geht es um die Wissensvermittlung psychologischer Inhalte, das Erlernen von Marketingstrategien und Grundwissen in die Gesundheits- und Krankheitsbilder älterer Menschen.
Die Senioren-Assistenten sollen mit Rat und Tat auch bei Arzt- und Behördengängen zur Seite stehen und Erstberatung in Sachen Patientenverfügung, Vorsorge-Vollmacht und Betreuungsrecht leisten. Dabei sei der berufliche Hintergrund der Bewerber für die Teilnehmer am Seminar nicht entscheidend. „Wichtiger als Bescheinigungen und Zeugnisse ist, dass die Teilnehmer neben einem durchschnittlichen Allgemeinwissen über Betreuungskompetenz und einen guten Draht zu älteren Menschen verfügen“, erklärt Büchmann.
Inhalt des Seminars sind weiters Erste Hilfe, Kommunikation, Konflikte, Psychologische Begleitung bei Trauer und Tipps für eine Existenzgründung. Die Qualifizierung soll eine eigenständige berufliche Perspektive bieten. In Hamburg und Schleswig-Holstein arbeiten bereits 50 ausgebildete Senioren-Assistenten für einen Stundenpreis zwischen 15 und 22 Euro.
Quelle: www.senioren-assistentin.de
Quelle: www.abendblatt.de
Bildquelle: www.pixelio.de Foto: peeF
Lesen Sie mehr zum Thema:
www.seniorenland.com/news/krankenbetten
www.seniorenland.com/news/patienten

Gerd Spranger
Presse & Medien
