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10. Januar 2010Das Senioren-Plus

Während man in Deutschland die mangelnde Bereitschaft der Unternehmen kritisiert, sich besser auf Senioren einzustellen – wie jüngst Gerd Bidden vom Bundesverband der Verbraucherzentrale – können in Österreich einige Unternehmen damit beste Erfolge für sich verbuchen. So zumindest macht das Wiener Medium „DiePresse“ glauben.
Ziel sei dabei nicht nur Spezialprodukte für Senioren zu entwickeln, sondern vielmehr Dinge, die für alle funktionieren. Einer der das mit viel Erfolg praktiziert ist Albert Fellner, Chef von emporia Telecom. Das Linzer Unternehmen hat sich seit 2003 auf die Entwicklung von Seniorenhandys spezialisiert, ist nach eigenen Angaben weltweit Technologieführer auf diesem Gebiet. Wir wollen mit unseren Handys das Leben einfach machen. Und das schätzen inzwischen Menschen jeden Alters.“ Eine Stigmatisierung durch „Seniorenprodukte“ sieht Fellner nicht: „Wir haben bei Umfragen festgestellt, dass Menschen ab 60 mit dem Begriff Seniorenhandy kein Problem haben.“
Zwei Wiener Produktdesignerinnen, Lisa Elena Hampel und Kathrina Dankl, wollen Missverständnisse ausräumen: „Das Thema ist voller Klischees. Alter ist ja divers, beim ,postmodernen‘ Alter gibt es unterschiedlichste Lebensentwürfe und Lebenseinstellungen. Wer immer Trendsetter war, will im Alter auch hip bleiben.“ Überhaupt steige mit den Jahren die Sicherheit in Geschmacksfragen, da jeder seinen eigenen persönlichen Stil hat und auch nicht aufgeben will.“
In Großbritannien forscht man im Londoner Royal College of Art bereits seit 1991 im Projekt DesignAge und wollte damit sehr früh Industrie und Gestalter auf die Folgen des demografischen Wandels aufmerksam machen. Der neue Begriff heißt Inclusive Design und deutet an, Generationen übergreifend Produkte zu entwickeln, die aber vor allem Senioren viele Vorteile bieten.
So konnte etwa Oxo International, ein Hersteller von Küchenutensilien wie Kartoffelschäler oder Saftpressen, mit seiner intelligenten Produktreihe „Good Grips“ bei den Konsumenten punkten. Einfache Handhabung, hohe Materialqualität und Ergonomie bescherten dem Unternehmen jährliche Zuwachsraten von über 50Prozent. Prinzipien des Inclusive Design wurden auch bei der Entwicklung des Automodells Ford Focus angewandt, was sich in der Vermeidung von Sichteinschränkungen oder beim leichteren Einsteigen in den Wagen bemerkbar macht – Verbesserungen, die nicht nur älteren Personen zugute kommen.
Quelle:
www.diepresse.com
Bildquelle: www.pixelio.de Foto: Harald Wanetschka
Lesen Sie mehr zum Thema:
www.seniorenland.com/news/internet
www.seniorenland.com/news/fuer-das-alter

Gerd Spranger - Presse & Medien
Tags: design, Produkte, Senioren, stigma, verbraucher, vorurteil

Am 9. April 2010 um 10:21 Uhr
Sehr geehrter Herr Becker,
herzlichen Dank für Ihre Anfrage. Ich habe sie an die Geschäftsleitung weitergeleitet.
Herzliche Grüße
Gerd Spranger