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17. März 2010Banken: Schluss mit 65
Es liegt in der Natur der Sache. Die persönliche Uhr läuft einmal ab und diese Tatsache rückt im Alter mehr ins Bewusstsein, auch bei den Banken. Und so stellt sich die Frage: „Wer will schon einem 70-Jährigen Kredit geben?“ Entweder gibt es gar nichts oder nur zu Knebel-Auflagen. Da wird’s teilweise schon mit einer neuen Waschmaschine eng.
Foto: Kai Süselbeck/pixelio.de
So rät die Abendzeitung den 60-Jährigen bereits rechtzeitig zum Endspurt in Sachen Kredit anzusetzen. Spätestens ab 65 werde es dann zu einem Glücksfall, ab dem 70. Lebensjahr gar unmöglich. Das gilt aber nicht nur für kleinere Anschaffungen, sondern selbst für Immobilien, wie ein Senioren-Ehepaar in Baden-Württemberg jüngst erfahren musste. Sie wollten ihr Reihenhaus verkaufen um eine altengerechte Eigentumswohnung zu erwerben. Allein es fehlte ein Differenzbetrag von 50.000 Euro und die Kreissparkasse blieb hart, obwohl man seit 40 Jahren guter Kunde war.
„Keine Seltenheit,“ weiß Hanne Schweitzer vom Büro gegen Altersdiskriminierung in Köln. „Als Anleger sind Senioren höchst willkommen, als Kreditnehmer unerwünscht.“ Auch sie rät bis zum 60. Lebensjahr alles „unter Dach und Fach“ zu haben. Guido Klumpp, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen bestätigt das. „Ganz gleich ob Immobilienkredite, Verbraucherdarlehen, Überziehungslinien, Kreditkarten oder Ratenzahlung, es wird schwierig.“
Offiziell gibt es keine festgeschriebenen Altersgrenzen für Finanzierungsgeschäfte. Das Thema ist delikat. Ob ein Kredit gewährt wird oder nicht, sei immer eine Einzelfallentscheidung, heißt es beim Bundesverband deutscher Banken (BdB). Die Praxis ist aber eine ganz andere.
Quelle: www.abendzeitung.de
Bildquelle: www.pixelio.de Foto: Kai Süselbeck
Lesen Sie mehr zum Thema:
www.seniorenland.com/news/politisch_handeln
www.seniorenland.com/news/kein_geld

Gerd Spranger - Presse & Medien
Tags: Alter, immobilie, Kredit, raten, schulden, Senioren, Vorsorge
