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13. November 2009Aus der Not eine Tugend?
Die Schlagzeile „Teilzeitarbeit hält Senioren fitt“ hört sich zunächst gut an. Das habe aktuell eine US-Studie unter 12.000 Menschen im Alter zwischen 51 und 61 Jahren ergeben. Es habe sich gezeigt, dass Pensionäre, die weiterhin einer Aushilfstätigkeit nachgehen oder in Altersteilzeit arbeiten, ein geringeres Krankheitsrisiko hatten, über bessere geistige Fähigkeiten verfügten und ihren Alltag besser bewältigen konnten. Doch der Schein trügt.
Foto: Rainer Sturm/pixelio.de
Das „Gesundheitsplus“ war nur bei jenen Pensionären nachweisbar, die in ihrem vorherigen Berufsfeld tätig waren. Bei einem Wechsel in völlig fremde Tätigkeiten war von diesem Plus nichts zu spüren. Rentner würde es nicht leicht fallen, sich an völlig neue Arbeitsbedingungen anzupassen. Doch dürften viele Rentnerjobs ganz einfach aus finanzieller Not heraus gesucht werden. Das aber führt zu einer hohen psychischen und seelischen Belastung. Damit wird die Not nicht zur Tugend, sie bleibt was sie ist.
Es wundert darum nicht, dass sich nach Nullrunden, höheren Zuzahlungen für Medikamente, Praxisgebühr und höheren Beiträgen zur Pflegeversicherung die Stimmen mehren, die vor einer wachsenden Altersarmut warnen. So bringe eine Zunahme von Kurzarbeit und Minijobs zwar aktuell weniger Arbeitslose in der Statistik, doch langfristig ist es für den Staat ein schlechtes Geschäft, wenn im Alter das Geld fehlt.
Der Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV), Herbert Rische, drückt es so aus: “Wenn der Niedriglohnsektor einen Anteil von 50 Prozent hat, dann können Sie das lohnbezogene Alterssicherungssystem in die Tonne treten“.
Quelle:
www.ftd.de Financial-Times-Deutschland
www.lexisnexis.de
www.abendblatt.de
Bildquelle: www.pixelio.de Foto: Rainer Sturm
Lesen Sie mehr zum Thema:
www.seniorenland.com/news/unabhaengig
www.seniorenland.com/news/onlinebank

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