16. September 2009Angst vor dem Staat?

eingemachtesAb Oktober stehen verstärkt die Rentner im Blickpunkt der Finanzbehörden. „Viele haben Angst vor dem Finanzamt“, weiß Uwe Rauhöft, vom Lohnsteuerhilfeverein (NVL) in Berlin. Hintergrund ist der dann mögliche Datenabgleich mit der Deutschen Rentenversicherung (Zulagenstelle), was dem Fiskus bislang „technisch nicht möglich war“. Die Informationen reichen vier Jahre zurück, denn 2005 trat die neue „nachgelagerte Rentenbesteuerung“ in Kraft.

Foto:  Kellermeister/pixelio.de    

50 Prozent und mehr der Rentenbezüge müssen versteuert werden, von einem Grundfreibetrag von aktuell 7834 Euro abgesehen. Als Grundlage werden natürlich alle Einkommensquellen herangezogen, ob zusätzliche Betriebsrente, Miet- oder Zinseinnahmen und andere Einkünfte und Vergütungen.

Die Finanzämter haben ihrerseits „Augenmaß“ versprochen und man wolle sich auf Stichproben beschränken, Auch solle auf Bußgelder weitgehend verzichtet werden, was natürlich nicht von der zu zahlenden Steuerschuld befreit. Und das könne in vier Jahren schon z eine beträchtliche Summe ergeben. Uwe Rauhöft von der NVL rät bei hoher Steuerbelastung auch als Rentner zu einer Steuererklärung um sich so einiges „zurückzuholen“.

Quelle: www.tagesspiegel.de
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Gerd Spranger
Presse & Medien

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